Die Reporterin Emanuelle lässt sich in ein Frauengefängnis einknasten, um dort über die dort herrschenden unmenschlichen Zustände eine Story zu schreiben. Mit ihrer Art eckt sie jedoch mit Wärterinnen, Direktorin und Mitgefangenen an, nur in dem Prison-Doc findet sie einen Verbündeten, denn nachdem ihre Deckung aufliegt, soll die Gute ihr neues Zuhause nicht mehr lebendig verlassen.
Da ich denn vermeintlichen 2. Teil „Revolte im Frauenzuchthaus“ schon mal vorher gesehen hatte und dieser mich richtig gut unterhalten konnte, ging ich der Annahme, das dieses beim vorherigen Film auch zutreffen könnte - immerhin war des Ensemble fast das Gleiche!! Leider weit gefehlt, höchstens die gepflegte Langeweile (welche beim 2. Aufguss kaum vorhanden war) wurde hochgeschraubt.
Sicher kann man aus dem WiP-Genre keine bahnbrechenden cineastischen Meisterwerke erwarten, aber ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Die Story wirkt wie dröge abgespult - Highlights werden so gut wie keine gesetzt. Auch der Trash-Faktor geht verloren, dafür will sich der Streifen zu ernst nehmen und nicht mal die 70er Eurokult-Ikone Laura Gemser kann hier noch was retten.
Und selbst beim Namen Bruno Mattei (wo andere schon erschrecken) hatte ich noch ein gutes Gewissen gegenüber, immerhin hat der gute Mann schon sämtliche Krawall-Granaten und Trash-Böller oberster Güte abgeliefert, aber hier bekommt er leider auch nix so richtig gebacken - alles hat man schon mal irgendwo anders und besser gesehen.
Nichtsdestotrotz kommt schon an einigen Stellen gute Laune auf, auch wenn man nach der 1. Hälfte nur noch den Rest schaut um es endlich hinter sich gebracht zu haben. Die Musik ist dafür gut arrangiert und passend im Film integriert (erinnert auch ein bisschen an Goblin und Konsorten) und wenn Laura nackig durch den Film duselt, freut sich doch das Männerherz!! Darstellerisch wären noch Frau Gemser’s damaliger Gatte Gabriele Tinti als Knacki und ehrenamtlicher Stationsarzt zugleich und Lorraine De Selle als fiese Direktorin, die wohl lieber einen Puff betreiben würde, als einen Frauenknast zu leiten.
Fazit: Einmal gesehen reicht völlig und irgendwie überträgt sich die Lethargie der Beteiligten auch auf den Zuschauer - dann lieber den 2. Teil antesten, der geht sleaze-mäßiger mehr ab, hat mit dem Vorläufer so gut wie nix am Hut und unterhält um Längen mehr als dieses Schmuddelfilmchen...
(4/10)