Elmo McElroy hat eine neue Super-Droge erfunden, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Nun reißen sich die ortsansässigen Drogenbosse um die Formel, die bei einem Treffen meistbietend versteigert werden soll. Was die Gangster aber nicht wissen: Leopold, ein britischer Kollege, hat bereits den Zuschlag erhalten. Um von lästigen Racheaktionen verschont zu bleiben, sprengt McElroy kurzerhand das ganze Treffen in die Luft. Durch einen Zufall überlebt der Gangsterboss "The Lizard" den Anschlag und setzt sofort seine Leute auf McElroy an, der sich schon auf dem Weg in seine neue Wahlheimat England befindet.
51st State bietet eine recht nette Actionkomödie in britisch/amerikanischer Koproduktion, wobei man doch deutlich eher in Richtung englischem Stil bewegt. Der Großteil der Story spielt denn auch dementsprechend in Liverpool, wo Elmo versucht für seine neue Wunderdroge bei verschiedenen Drogenbossen einen 20 Millionen Deal auszuhandeln versucht. Der Titel selbst ist dabei eigentlich ein multiples Wortspiel. Die Droge selbst heißt MDS 51, knallt 51x so stark wie das gängige Zeugs und wird im respektlos als 51ten Staat der USA bezeichneten Großbritannien vertrieben.
Die Story setzt dabei auf Coolness, hippe Kameraeinstellungen und viel Wortwitz bei den lässigen Dialogen. Jackson gibt wie immer den Mr. Cool persönlich, der als Running Gag ständig in einem Kilt rumläuft (so genau aufgelöst, warum er das als Ami macht wird allerdings genau so wenig, wie die Frage warum er am Schluß nackig über den Golfplatz rennt). Die Chemie der Darsteller stimmt und der Humor ist recht erfrischend, wenn auch irgendwann die Fluchwörter ein wenig überhand nehmen, das gros der Gags kommt jedenfalls gut an.
Gestorben wird auch reichlich, gerne mal durch death bei accident, bei dem Personen aufgrund schierer Blödheit sterben müssen (erster Chemiker, platter Dealer unter dem Container). Was ich allerdings mal wieder nicht kapiert haben was diese Skinhead Prügelknaben in dem Film machen, außer für einen sehr unappetitlichen Fäkalgag entsorgt zu werden, oder ob die Droge denn nun wirklich eine war und nicht letztlich doch ein Placebo, wie Elmo am Ende behauptet.
Manchmal übertreibt es 51st State ein wenig mit seiner anvisierten Coolness, aber im großen und ganzen macht die Sache Laune. Das Tempo ist erfrischend hoch und die Späße von der schwarzhumorigen Sorte. Kann man sich locker mal anschauen.
7/10