Ein erbärmlich langweiliges Stück Tierhorror.
Ein Riesenkrokodil gibt sich frechweg als Eingeborenenflußgott aus und wartet vier Fünftel des Films bis zur Eröffnung des frevlerischen Dschungelhotels, um sich dann durch die kreischenden Touristenmassen zu fressen.
Sergio Martino langweilt den Zuschauer ewig lange mit den Eskapaden eines Fotografen und seiner Models, sowie eines eifersüchtigen Pärchens oder anderen Belanglosigkeiten und vergißt auch komplett, mal etwas Gore einzustreuen, so daß auch nur der Hauch von etwas Interesse beim Betrachter aufkommen kann.
Natürlich gibt's ein paar Aufnahmen aus der Krokodilperspektive, aber richtig los geht's erst am Schluß, wenn es so dunkel ist, daß man die dilletantischen Tricks nicht mehr so doll als solche erkennen kann. Ist aber immer noch lustig genug, wenn das Tierchen von einem Schnitt zum anderen die Größe ändert und deutlich erkennbar als lustiges Gummikrokodil von unten abgefilmt wird. Ein Hauch von Gore ist auch kaum zu erkennen, weswegen selbst bei den Angriffen am Schluß eher Katastrophenfilmfeeling aufkommt.
Die Anwesenheit von Ex-Bondgirl Barbara Bach sollte übrigens niemand zu der Annahme veranlassen, es gäbe hier irgendwas zu sehen. Und weil Signore Martino nicht mal die simpelsten Spannungsregeln eines müden, ausgelutschten Genres erfüllt, ist das die Höchststrafe. Selbst mit Vorspultaste kaum zu ertragen. (1/10)