Review

Inhalt:

Kalifornien:
Der Indianer John Whitecloud (Gene LeBroc) kehrt nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zurück in seine Heimatstadt Troma City. Doch bevor John seine zweite Chance nutzt will er sich an dem örtlichen Sheriff (David Crane) rächen. Dieser hatte nämlich kurz nach Johns Verhaftung dessen Bruder erschossen. Angeblich in Notwehr. Doch John sieht dies anders und ist bereit der Blutwurst Rache folgen zu lassen.

Dies sieht Jennifer (Kellee Bradley), Johns damalige Freundin, überhaupt nicht gerne. Obwohl sie schon seit langem mit einem anderen Mann zusammen ist schlägt ihr Herz immer noch für John und beschwört ihn das Kriegsbeil zu begraben.

Doch weder John, Jennifer und der Rest der Bürger von Troma City ahnen das in den dichten Wäldern eine paramilitärische Gruppe ihr Camp errichtet hat.

Unter Führung von Kommandant Carl Denton (William J. Kulzer) trainiert die Mitglieder der "Festung Amerikkka" den Kampf gegen Feinde.

Als solche gelten laut Dentons Anweisungen alle Personen die sich im Operationsgebiet der Truppe aufhalten, was dazu führt das unschuldige Camper von Denton und seiner Meute brutal ermordet werden.

Schließlich geraten auch John und Jennifer in die Fänge der Extremisten... .


Meinung:

Fortress Amerikkka stammt von dem berühmt - berüchtigten TROMA Studio (den meisten Trashfans bestimmt ein Begriff).

Buch und Regie stammen von Eric Louzil der u. a. den 2. und 3. Teil der Class of Nuk`em High Reihe in Szene setzte sowie bei Wilding - Bande der Gewalt Regie führte.

Fortress Amerikkka kann man durchaus nur als unterhaltsamen Trashfilm mit Gewalt, Explosionen und blanken Brüsten sehen doch ich selbst denke das hier durchaus eine Botschaft vermittelt werden sollte.

So belehrt zu Anfang und Ende des Filmes ein Sprecher den Zuschauer darüber das es immer die Bürger sind die sich den Kräften die die Demokratie bedrohen entgegenstellen und den Frieden bewahren.

So stürmen die Bürger von Troma City dann auch im Finale bewaffnet das Camp der "Festung Amerikkka" und liefern sich Feuergefechte mit Denton und seiner Truppe bis diese geschlagen ist, was auch Sinn macht da Terroristen im realen Leben ja nicht durch Sozialarbeiter sondern durch Polizeisonderkommandos bekämpft werden.

Die Botschaft hier lautet so gesehen das die Demokratie wehrhaft sein muss gegen Menschen die das Leben der Bürger durch Gewalt und Terror bedrohen.

Der Titel des Filmes bzw. der Name von Dentons Organisation Fortress Amerikkka sieht anhand der drei Ks als Anspielung auf den Ku Klux Klan aus, doch in den Reihen der Soldaten finden sich auch Farbige, was darauf deutet das Fanatismus bzw. Extremismus bei allen Völkern / Rassen vorkommt.

Interessant ist auch das Denton in eine Rede an seine Leute darauf hinweist das ihr Training für den Kampf gegen den Terrorismus dient und zur Verteidigung der Freiheit.

Dies macht in Bezug auf Ideologien wie Kommunismus und Nationalsozialismus Sinn, da Hitler und Stalin ihren Anhängern immer wieder predigten das ihre Bewegungen zum Schutz des Volkes und der Freiheit vor Feinden dienen.

Bei Hitler waren es "Volksverräter" und die Juden die zu Feinden der "Herrenrasse" erklärt wurden, während es bei Stalin "Imperialisten", "Kapitalisten", "Kulaken" oder "Konterrevolutionäre" waren die dann vor Exekutionskommandos oder im Gulag endeten.

Totalitäre Bewegungen stellen sich immer als Bewahrer der Zivilisation da, was in Fortress Amerikka schon sehr direkt gezeigt wird wenn schon kurz nach Dentons Rede dessen Handlanger damit fortfahren Unschuldige zu ermorden.

In einer Szene will dann auch einer der Soldaten die Truppe verlassen: Seine Eltern seien bei einem Terroranschlag in London gestorben und er sei der Festung Amerikkka beigetreten um gegen Terroristen zu kämpfen und nicht harmlose Camper zu massakrieren (natürlich wird er dann einige Sekunden später von Denton als Verräter ermordet).

Auch hier ist ein Verweis auf die Anhänger von totalitären Systemen zu finden: Die Menschen die Hitlers bzw. Stalins Bewegung beitraten wollten ihre Länder schützen bzw. wieder zu neuer Stärke verhelfen und sahen die jeweiligen "Führer" als Retter der Nation. Was durchaus an das Sprichwort "Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert." erinnert.

Natürlich muss man diese Punkte in Louzils Film nicht unbedingt hineininterpretieren, da niemals ganz klar wird wer genau hinter der Festung Amerikkka steckt: Einmal wird ein korrupter Konzern genannt, dann wieder wird gesagt die Truppe sei das Ergebnis eines geheimen Regierungsprojektes.

Auch findet die Konfrontation zwischen John (der ja eigentich der Protagonist ist) und der Organisation erst in den letzten 20 Minuten satt.

Doch Langeweile kommt bei Festung Amerikkka nicht auf.

Mein persönliches Highight sind die Auftritte des ehemaligen Erotikstars Kascha Papillon, die hier als Elizabeth ihre Reize gekonnt einsetzt.


Meinung:

Man kann "Fortress Amerikkka" durchaus die Absicht unterstellen eine Botschaft zu haben und gleichzeitig kurzweilige Trashunterhaltung zu sein.

Aber schon allein wegen Kascha Papillon sollten sich Trashfans diese Trashperle zu Gemüte führen.

(7/10)

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