Review

Vier Menschen werden unabhängig voneinander von den Auftraggebern J. Marcone und Mr. Hover dazu angeheuert, eine Menge wirklich böser Leute – hauptsächlich Drogendealer und Menschenhändler – zur Strecke zu bringen. Sie dürfen nichts über den Auftraggeber erfahren, erhalten einen Teil des Honorars sofort und den Rest nach Erledigung des Auftrags. Sie wissen nur, dass sie mit drei weiteren Killern zusammenarbeiten und deren Taten durch ein Foto festhalten, sowie alles an weiteren Informationen über die organisierte Kriminalität sammeln sollen.

Das wohl interessanteste an Road of no Return dürfte wohl das Wiedersehen der beiden Kill Bill Brüder Michael Madsen und David Carradine. Abgesehen davon, das beide nicht wirklich gesund aussehen, bestätigt sich hier einmal mehr das Vorurteil, das die beiden für ein paar schnelle Dollar auch in dem größten Bockmist mitspielen, denn das was der Regisseur mit dem unaussprechlichem Namen dem Zuschauer vorsetzt ist nur noch am Rande der Professionalität.
Der Schuldige dürfte aber hauptsächlich das miese Script und die schlichtweg fehlende Kohle gewesen sein. Man sieht dem Projekt jederzeit seine DTV Herkunft an und glänzt mit spartanischen Sets und Darstellern, die außer den beiden genannten keine Sau kennt, aber bei den schlecht geschriebenen Charakteren haben sie auch keine faire Chance zu glänzen. Man könnte die vier Killer auch mühelos als wandelnde Klischees titulieren. Damit sich auch jede Bevölkerungsgruppe für jeweils einen der Beteiligten fremdschämen darf, treffen hier ein Indianer, ein vage arabischer Typ, ein Schwarzer und ein weißer Nazicowboy (stilecht mit Hitler Poster an der Wand, mamma mia) aufeinander.
Als wären die vier Pappnasen nicht schon deppert genug, werden noch Nebenfiguren eingeführt, bei denen ich mir nicht ganz sicher ob das nun integrierter Humor sein soll oder schriftstellerischer Wahnsinn ist. Da tummelt sich auf einmal die Mutter von Nazicowboy in die Geschichte, zwei kleine Mädchen erzählen den ganzen Schmu unpassend als Flashback und die harten Kerle werden auf einmal butterweich als sie zwei Waisenkinder vor einem Drogenkartell retten und sich gegenseitig ihr Herz ausschütten. Wen zum Geier interessiert denn so was, wenn der Film als Actionthriller ausgegeben wird, ein saublöderes Konstrukt ist schwer möglich.
Road of no Return ist leider ein einziger ranziger Käsefilm, mit zwei lustlosen bekannten Namen und auch ansonsten nix, was einem wirklich zum Ansehen oder gar mitfiebern animieren könnte. Das Ding brauch kein Mensch.
2/10

Details
Ähnliche Filme