"Zombie Island Massacre" ... - also zwei Sachen stimmen an dem Titel irgendwie nicht!
Den ganzen Streifen lang lässt sich nämlich kein einziger Zombie blicken (es geht ansatzweise um Voodoo und Kannibalismus, mehr aber auch nicht...)
und von einem "Massaker" kann ja wohl auch in keinster Weise die Rede sein. Splatter-mäßig tut sich hier nämlich ebenfalls nix, null, niente!!!
Bleibt nur noch das Wörtchen "Island" ... ja, auf einer karibischen Insel spielt der Film tatsächlich.
Und was hier so alles gespielt wird möcht ich euch jetzt mal kurz erläutern:
Eine Reisegruppe macht einen Abstecher in den Dschungel. Nachdem sie bei einer rituellen Zeremonie gespannt haben, springt ihr Wagen nicht mehr an und bald fehlt auch von ihrem Führer jede Spur.
Einer Malerin, welche (Achtung O-Ton:) von berufswegen "den Sinn für das Wesentliche" gepachtet hat,
ist glücklicherweise bei der Hinfahrt ein Haus in den Bergen aufgefallen, welches die kopflose Gruppe nun wie besessen ansteuert.
Auf dem Weg dorthin kommen ettliche Mitglieder der Gruppe unter nicht eindeutig ersichtlichen Umständen ums Leben.
Die Gruppe vermutet jedoch sofort, dass wilde Eingeborene oder durch Voodoo wieder zum Leben erwachte Untote hinter den Morden stecken...
Es tut mir leid, aber dieses hirnamputierte Geschehen lässt sich wirklich nur schwer in Worte fassen.
Ihr werdet es wahrscheinlich bereits ahnen, dass in diesem Machwerk mal wieder ein saudummes und völlig hirnverbrühtes Drehbuch auf maßlos unbegabte Akteure und mangelndes Umsetzungsvermögen prallen.
Tja, und genau so ist es!
ZOMBIE ISLAND MASSACRE ist ein Festival der Lächerlichkeit, bei welchem Trash-Hasen gewiss da Herz aufgehen wird:
- alle Charaktere labern nur Scheiße am laufenden Band
- über den Verlust eines Gruppenmitglieds wird nur kurz getrauert und evtl. noch ein "Oh, ... oh nein!" verloren, doch dann geht die unsinnige Suche nach diesem Haus weiter, welches diese Malerin angeblich irgendwo glaubt gesehen zu haben ...
- die deutsche Synchro ist der Überbrüller und liefert uns Dialoge wie:
"Irgendjemand will, dass wir alle tot sind." - "Ja? Ehrlich?" - "M hm." (... nachdem bereits vier Leute ins Gras beißen mussten)...
- unsere Reisegruppe wird von irgendwelchen Buschmännern attackiert, wobei "Buschmänner" wörtlich als "Männer, die sich als Busch verkleidet haben" zu verstehen ist oder findet einfach so vorm Haus 'ne Knarre liegen ...
(...)
Ihr seht schon: wenn ich alle Ungereimtheiten und Hirnrissigkeiten ausführen würde, würd' ich morgen Früh noch hier sitzen...
Fakt ist jedenfalls: wer sich über solche filmischen Fettnäpfchen amüsieren kann, und wer einen gut ausgeprägten Sinn für unfreiwilligen Humor mitbringt, wird diesem cineastischen Grampf garantiert etwas abgewinnen können.
Wer die gerade erwähnte Grundausstattung nicht vorweisen kann, der wird an diesem Kauderwelsch gewiss nicht so viel Spaß haben, ... aber der ist dann sowieso im falschen Genre gelandet.
Außer unfreiwilliger Komik hat ZOMBIE ISLAND MASSACRE leider rein garnichts zu bieten:
die Morde finden fast alle im Off statt und von Splatter ist weit und breit nichts zu sehen (... lediglich eine winzige Kopf-ab-Szene, die man aber getrost unter den Tisch fallen lassen kann...)
Neben "lächerlich" und "dämlich" ist daher noch "LANGWEILIG" ein sehr bezeichnendes Adjektiv, welches die Grundstimmung des Streifens auf den Kopf trifft.
Mein Fazit daher:
nettes, hyperlächerliches, strunzdämliches, aber auch einschläfernd langweiliges Trashfilmchen, das man eigentlich nicht wirklich gesehen haben muss.
Fans von besonders mülligen Filmen können aber getrost mal einen Blick wagen ...