Wenn die Namen Romano Kristoff (Hauptrolle) und Irvin Johnson (Regie) fallen, denkt man normalerweise sofort an B-Action-Entgleisungen aus dem Kickboxer/Ninja-Milieu. Mit "Dschungelratten" versuchte Johnson allerdings auf der Vietnam-Film-Welle mitzuschwimmen, was mächtig in die Hose ging. Die "B"-Klassifizierung ist hier eigentlich schon zu hoch gegriffen, da das ganze eher an Filme, die man als 12-jähriger während der Stadtranderholung dreht, erinnert. Es reicht halt nicht, ein par Kerls mit Mütze (wobei der Lundgren-Klon noch ganz witzig ist) im nächsten Stadtpark rumlaufen zu lassen. Statt saftigen Schießereien, wegen denen man sich so einen Mist schließlich erst anguckt, ist hier größtenteils nur Kraftmeierei innerhalb der Truppe (aufgemotzt durch rassistische und frauenfeindliche Sprüche) zu sehen, und wenn´s dann doch mal zur Sache geht, dann nur mit dürftig-lachhaften Effekten und so harmlos, dass selbst der genügsamste Billig-Action-Fan hier nicht auf seine Kosten kommt. Aber einen positiven Aspekt hat der Film doch: er diente mir als Warnung, selbst bei "Videos für 1,90"-Aktionen in meiner Videothek nie wieder blind vom Grabbeltisch zu kaufen.