Review

Rutger Hauer jagt Penner Ice-T durch den Wald........

Story:
Der Obdachlose Jack Mason (Ice-T) wird in einer öffentlichen Suppenküche von einem Essensausgeber angesprochen, ob er nicht einen gut bezahlten Job gebrauchen könnte. Jack Hat eh nichts, was ihn in der Stadt halten könnte, also verdingt er sich als Jagdhelfer für ein paar Männer die einen Wochenendausflug in die Wildnis machen. Aber die Männer wollen ihn gar nicht als Helfer, sondern als Opfer. Er soll als Jagdziel fungieren, die netten Männer von eben sind nämlich alles andere als friedlich und kultiviert. Ihre Freizeitbeschäftigung besteht darin, Obdachlose als Jagdbeute zu betrachten. Doch in der Not wächst Jack über sich hinaus.....
Story ist nicht neu und wurde bestimmt schon in x B-Actionern benutzt oder fungierte zumindest als Aufhänger (zB Harte Ziele). Nach relativ schneller Einführung dreht sich alles nur noch um die Hetzjagd auf Jack. Auf irgendwelche spannenden Wendungen oder Entdeckungen wird hier größtenteils verzichtet. Eigentlich kann man schon im voraus sagen, wer am Ende übrig bleibt. Aber man will ja wissen, wie er es schafft.

Musik:
Hier und da wird leichte Countrymusik eingespielt. Größtenteils wirkt die Musik aber sehr pessimistisch was gut zu dem etwas farblosen Film passt. So wird die Grausamkeit und die scheinbar auswegslose Lage in der Jack noch deutlicher und drastischer dargestellt.

Atmosphäre:
Es wird nicht lange nach einem Grund geforscht oder die Hintergründe der Jäger groß beleuchtet. Schnell geht’s ab in den Wald und auf die Jagd. Positiv für den Zuschauer ohne Anspruch der halt Action will. Im Wald wird dem Zuschauer mit der Hetzjagd auf Jack, der später den Spieß umdreht, gute solide Action geboten, ohne daß dabei mit Pyrotechnik oder Stuntfirlefanz übertrieben wird. Die Morde sind dafür teilweise um so blutiger und realistischer geraten (Der Schwarze ohne Beine ist verdammt mies anzusehen). Der Zuschauer fragt sich zwar, warum Jack anfangs so naiv ist und selbst bei den Tests keinen wirklichen Verdacht schöpft, doch wischt er die Gedanken beiseite. Die Story ist ja nun mal Nebensache. Der anspruchsvollere Zuschauer hätte aber gern noch ein wenig mehr über die Identität der Jäger gewusst. Die Action wäre da zwar kürzer gekommen, aber hätte man so ein wenig anspruchsvolle Sozialkritik im Film unterbringen können. Leider wird darauf verzichtet. Das geringe Budget merkt man dem Film zwar an, doch bringt es dem Film erst den richtigen Kick der ihn auszeichnet. Der etwas geldarme Look passt einfach zur Story und den Schauspielern. Wäre mehr Budget da gewesen, hätte man den Film harmloser gemacht und er wäre nur ein Mainstreamer unter vielen geworden.

Schauspieler:
Dass Ice-T kein Wunderkind Hollywoods ist, sollte bekannt sein. Trotzdem spielt er seine Rolle des obdachlosen Jack Mason recht intensiv und gut. Wobei ich mir ganz gut vorstellen kann, dass er, wie viele Rapper seiner Art, auch wirklich so aufgewachsen ist. Eine solide Leistung seinerseits, auch wenn er mal nicht den arroganten Gangster markiert.
Rutger Hauer spielt Burns, den erfahrensten und den Anführer der Jäger. Hier mal wieder in einer seiner besseren Rollen. Würde der Mann seine Rollen sorgfältiger auswählen, hätte er bestimmt eine größere Karriere vor sich gehabt. Mit gewohnter Ruhe und Professionalität geht er auch hier zur Sache. Er ist eine Art ruhender Pol im Film und spielt des eiskalten überlegenden Jäger überzeugend.
In weiteren Rollen sind Gary Busey, Charles Dutton, F. Murray Abraham und John C. McGinley zu finden, die in ihren Rollen ihrem Ruf ebenfalls gerecht werden.

Fazit:
Guter Actionthriller mit Topbesetzung und reichlich Spannung. Nur die Story bleibt ein wenig auf der Strecke. Auf jeden Fall eine unterschätzte Perle im B-Movie Gewand. Unbedingt mal ansehen.

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