Review

Nachdem ich "Surviving the Game" gesehen hatte, war ich ganz schön enttäuscht, denn ich hatte mir einen spannenden Action-Thriller erhofft, doch diese Erwartung kann der Film bei weitem nicht erfüllen und bleibt meist auf dem Niveau eines durchschnittlichen TV-Movies.

Bis die Jagd, das eigentliche Thema des Films, beginnt, muss man eine umständliche und viel zu lang geratene Einleitung über sich ergehen lassen. Ein Drittel des Films wird dafür verwendet, die Armut und Lebensmüdigkeit des Obdachlosen Jack Mason (Ice-T) zu zeigen, ein weiterer Teil, um zu zeigen, wie er überhaupt zum Gejagten wird.
Das Schlimme dabei ist noch nicht einmal, dass die Jagd noch so lange hinausgezögert wird, sondern, dass in dieser ersten Hälfte des Films nur sehr wenig für die Story relevantes gezeigt wird und die Story somit trotz dieser langen Einleitung vernachläßigt wird.
Außerdem ist die Naivität und Dummheit Masons, sich zu diesem Abenteuer überreden zu lassen, zwar durch seine Verzweiflung irgendwie nachzuvollziehen, wirkt aber trotzdem unglaubwürdig.

Ab der Hälfte des Films beginnt dann schließlich unvermittelt die Jagd, was, wenn man nicht den Titel des Films kennen würde, äußerst überraschend gekommen wäre; so ist es aber immer noch ein interessanter Wendepunkt des Films.
Schade ist allerdings, dass man nichts über die Jäger erfährt; auch bleibt unklar, warum genau sie diese Jagd veranstalten und warum der Sohn von einem der Jäger eigentlich dabei ist, wenn doch von vornherein feststeht, dass er dagegen ist.
Die Jagd an sich ist aber die größte Enttäuschung des Films, denn sie wird durch dämliche Dialoge und höchst merkwürdige Eingebungen der Jäger (beispielsweise Sätze a la "Komisch, alle die wir jagen, laufen immer da lang - also muss er auch da lang gelaufen sein!" oder auch "Hmm...ich seh ihn nicht - der ist doch bestimmt zum Haus zurückgelaufen!") - das ist einfach nur unlogisch und schwachsinnig.
Die Actionszenen sind allerdings gut inszeniert worden und werten den Film durchaus auf, ebenso wie die meisten Darsteller, z.B. Gary Busey und Rutger Hauer, die beide in ihren Rollen als fiese Jäger überzeugen können; Ice-T spielt den gejagten Obdachlosen doch eher lust- und farblos, seine Leistung geht aber trotzdem noch in Ordnung.

Insgesamt ein mäßiger und enttäuschender Menschenjagd-Thriller, der trotz einer schwachen Story und einigen Ungereimheiten durch gute Actionszenen und überzeugende Schauspieler noch halbwegs unterhaltsam wird.

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