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Autor und Regisseur Craig McMahon ("Sportkill") hat es sich mal wieder recht einfach gemacht und die uralte Thematik von Grabräubern in Pyramiden aufgegriffen, diese in Katakomben der USA umgesiedelt und ein wenig mit "The Descent" vermengt, wobei die Monster durch Stakkato-Dämonen ersetzt wurden. Nach Sichtung des Streifens muss man sich ernsthaft fragen, wofür die geschätzten 1.3 Millionen Dollar Budget überhaupt draufgingen.

Sechs Kleinkriminelle um PJ und Gina wollen in die geheime Gruft unterhalb ihres Ortes einsteigen und die dort vermuteten Schätze aus den Gräbern entwenden. Doch kaum dort unten angekommen, sind plötzlich Wege versperrt und Wasser dringt in die Gewölbe ein. Zudem gibt es ein paar Grabwächter, welche die Eindringlinge nicht gerade sanft sanktionieren...

Möglicherweise wurde McMahon auch ein wenig von "Geschichten aus der Gruft" und dem dazugehörigen Cryptkeeper inspiriert, denn etwas achtziger wirkt der Stoff mit seinen weitgehend hübschen, jedoch talentfreien Schauspieldamen und den schlichten handgemachten Effekten ohnehin, was prinzipiell ja nicht verkehrt wäre.
Doch die überaus schlicht gezeichneten Figuren und das minimal ausgefallene Setting im Kontext mit der spannungsfreien Inszenierung ersticken ein Mitfiebern beinahe im Keim.

Rund 90 Prozent des Geschehens spielt sich in engen Tunneln, kargen Gewölben und halbdunklen Kammern ab, während unsere Damen und ein Herr mit ihren Lampen und wenig Werkzeug durch die Gegend krauchen, bis die erste Erscheinung wahrgenommen wird und sich die Gruppe aus unerfindlichen Gründen trennt. Nur verläuft die darauf folgende Dezimierung der vermeintlichen Plünderer auffallend unspektakulär, da bis auf einen eingeklemmten Kopf, einen angedeuteten Bruch und ein wenig Würgen rein gar nichts Außergewöhnliches auszumachen ist.

Die Bedrohung in Form von halb verwesten Dämonen mit weißen Klüsen, dunkler faltiger Haut und wahlweise einem Hütchen auf dem verwitterten Haupt schüchtert ebenfalls nicht gerade ein, auch wenn schnelle Schnittfolgen und ein nicht ganz daneben liegender Score um ein wenig Style bemüht sind. Es gibt kaum direkte Konfrontationen, Szenenabfolgen wiederholen sich und selbst als der Wasserpegel zum Showdown bedrohlich steigt, will sich kaum Spannung einstellen, zumal das Passieren einzelner Stationen reichlich willkürlich anmutet.

Die sparsame Inszenierung punktet nebenbei zwar noch mit einer annehmbaren Sounduntermalung, ein wenig halbnackter Haut und einem makaberen Ausgang, doch das ohne Höhepunkte vor sich hin plätschernde Geschehen vermag dies kaum aufzuwerten.
Die Figuren sind einem egal, der Hintergrund der Dämonen (welcher zu keiner Zeit durchleuchtet wird) auch und am Ende erscheinen knapp 84 Minuten mal wieder länger als sie eigentlich sind.
3 von 10

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