Slasher haben eine lange Tradition im Horrorgenre. Besonders in den 80ern wurde der Videomarkt mit solchen Filmen regelrecht überschwemmt. Doch auch heutzutage finden sich in regelmäßigen Abständen in den Verleihregalen und zeitweise sogar auf der großen Leinwand die maskierten Killer ein, welche ihre meist jungen Opfer blutig aus dem Leben scheiden lassen. Die wahren Highlights sind dennoch rar gesät. Wohlige Ausnahmen wie „All the Boys love Mandy Lane“ oder „My bloody Valentine 3D“ lassen so manchen Fehlgriff schnell vergessen. Auch das Remake von „Sorority Row“ gehört zu Highlights der letzten Jahre.
Story: Was wie ein kleiner Streich von den Mädchen der Theta-Pi-Verbindung werden sollte endet alles andere als wie geplant für eine der Verbindungsschwestern. So muss Megan nach einem folgenschweren Unfall ihr Leben lassen. Ihre Schwestern geraten in Panik und werfen die Leiche in einen Minenschacht. Acht Monate später trachtet ihnen ein Killer nach dem Leben. Ist es Megan selber die nach Rache sinnt?
„Sorority Row“ ist das Remake eines gleichnamigen Slashers aus den 80ern und war ursprünglich als PG-13 Film geplant. Glücklicherweise entschied man sich doch dagegen und man verpasste „Schön bis in den Tod (so der blöde deutsche Titel) einen ordentlichen Gewaltanteil und einiges an Random-Nudity. Was selbstverständlich sehr lobenswert von den Produzenten war. Einen Erfolg am Box-Office brachte es nicht und so ging man sang- und klanglos an den Kinokassen unter.
Zu Recht? Eigentlich nicht, denn hier wird einem ein sehr spannender, mehr als solide inszenierter Slasher präsentiert, welcher durchaus über die 90 Minuten zu unterhalten und zu fesseln versteht. Zum hohen Unterhaltungswert tragen dabei selbstverständlich die jungen, hübschen, meist leichtbekleideten Mädels der Theta-Pi-Verbindung bei, unter ihnen auch Rumer Willis, ihres Zeichens Tochter von Actionikone Bruce Willis. Eigentliches Eyecandy ist aber Briana Evigan, welche wirklich mehr als bezaubernd ist. Die Performances des Mädels sind solide und entsprechen dem Genrestandart.
Die Figuren selber entsprechen den typischen Slasher- bzw. Horror-Stereotypen. Angefangen vom lieben Mädchen, der Schlampe, über die arrogante Blondine bis hin zu den Douchebags von Freunden. Deshalb sollte jeder eine Figur zum mit fiebern oder zum hassen finden. Prinzipiell kein schlechter Ausgangspunkt würde ich meinen. Dazu gesellen sich auf Hochglanz polierte Bilder und eine knackige Inszenierung.
Ein Schlitzerfilm wäre aber kein ebensolcher wenn nicht ordentlich gemeuchelt werden würde. So verfügt „Sorority Row“ über einen ansehnlichen Bodycount und einige kreative Kills. Diese sind recht heftig inszeniert, werden nur kurz gezeigt und nicht richtig ausgewalzt, wie es im heutigen Horrorfilm normalerweise üblich ist. Von daher sollte es auch von der FSK her keine Probleme geben und man sollte sich auf eine ungeschnittene Fassung hierzulande freuen.
Enttäuschend ist dagegen das Motiv des Killers. Hier hätte man sich ruhig etwas mehr Mühe geben und etwas Besseres abliefern können. So hinterlässt die Motivation einen etwas faden Nachgeschmack. Das Gesamtbild trübt dies aber kaum. Denn dieses ist mehr als nur ein wenig positiv. Für Slasherfans bleibt es ein absoluter Pflichtfilm.