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Eine handvoll Verbindungsschwestern möchte dem untreuen Anhang einer von ihnen eine Lektion erteilen. Dazu spielen sie ihm den Tod seiner Freundin vor. Diese stirbt dann aber tatsächlich durch dessen Hand, woraufhin die Teenager beschließen, den Zwischenfall zu vertuschen und die Leiche in einem Schacht zu versenken. Monate später gerät das Verschwinden der Verbindungsschwester allmählich in Vergessenheit, bis schließlich eine Mordserie startet, die mit dem Vorfall in Verbindung zu stehen scheint.

Neben "Scream" war "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" einer der erfolgreichsten Vertreter der, in den 90ern aufkommenden, Teenie-Slasher-Welle, weswegen die beiden neben den eigenen Sequels auch einige Plagiate auf sich folgen ließen. Eines davon ist "Schön bis in den Tod".

Und wie man es von der Mehrzahl der Genrevertreter so kennt, hält sich auch bei "Schön bis in den Tod" der Einfallsreichtum in Grenzen. Nach und nach wird die Anzahl derer, die am Tod der Verbindungsschwester beteiligt waren, oder davon wussten, dezimiert, ohne, dass die allzu bekannten Handlungsbahnen des Genres dabei verlassen werden. Und daran krankt der Film von Stewart Hendler, der wiederum zuletzt den Horrorfilm "Whisper" inszenierte, auch schon über weite Strecken.

Leider krankt der Film jedoch nicht nur an seiner Einfallslosigkeit, sondern auch daran, dass seine gelungenen Ansätze nicht weiter vertieft werden. So ist die finale Auflösung der Mordserie zwar durchaus überraschend, wäre aber vermutlich um einiges schockierender ausgefallen, wenn Hendler sie im Verlauf des Films etwas geschickter vorbereitet hätte. Außerdem wäre wohl ein höherer Spannungsbogen drin gewesen, wenn Hendler die Charaktere etwas mehr an Profil hätte gewinnen lassen und besser zur Geltung gebracht hätte, wie sich die Verbindungsschwestern bei der Vertuschung des Vorfalls gegenseitig psychisch unter Druck setzen. Stattdessen bleibt es bei peinlichen Teenie-Dialogen und einer recht lächerlichen Darstellung der Schwesternschaft.

Immerhin unterhält "Schön bis in den Tod" durchaus ordentlich, da das Erzähltempo recht hoch gehalten wird und es Hendler zumindest punktuell immer mal wieder gelingt, eine gespannte Atmosphäre zu erzeugen, woraus gelegentlich auch mal der eine oder andere überraschende Schockmoment resultiert. Die Slasher-Szenen sind dabei durchaus ganz gut gemacht und bewegen sich im Rahmen dessen, was innerhalb der Grenzen des guten Geschmacks angesiedelt werden kann. Zuletzt gibt es, wie es sich für einen Genrefilm gehört, auch recht viel nackte Haut zu sehen, die sich aber durchaus sehen lassen kann.

Darstellerisch gibt es zwar keine Meisterleistungen, aber durchaus gelungene bis ordentliche Darbietungen der jungen, hübschen, aber vollkommen austauschbaren Darstellerinnen. Derweil wird die ehemalige "Star Wars"-Darstellerin Carrie Fisher in ihrer Nebenrolle als Verbindungsmutter mehr oder weniger verheizt.

Fazit:
"Schön bis in den Tod" ist durchaus unterhaltsam und solide Genrekost, bietet aber kaum Überraschungen und steht eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich auf eigenen Beinen, da die Parallelen zu "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" einfach zu offensichtlich sind.

51%

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