Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 13.11.2012

Wenn man sieht, wie eine Einarmige durch die Antriebskraft ihres ausgerissenen Armes, der mit einer Schraube in ihren Kopf gedreht wurde und sich jetzt wie ein Rotorblatt um die eigene Achse dreht, auf ein hohes Bauwerk zum Final Showdown geflogen wird, kann man nun nicht behaupten, die abstrakte Vorstellungskraft der Macher von "Machine Girl" und "Mutant Girls Squad" habe Federn gelassen. Der Irrealismus hektoliterweise spritzenden Blutes findet auch in der angeblichen Verballhornung von "Twilight" & Co. (obwohl direkte Referenzen kaum vorliegen, eher handelt es sich um eine Frontalattacke gegen jegliche Art von süßlichem Vampirschmonzettenkitsch) wieder, die Inszenierung ist diesmal allerdings noch mehr Geschmackssache als sonst. Aufgezogen ist der Film wie ein schräger J-Pop-Musikvideoclip mit Karnevalsanmutung, absurde Tanz- und Gesangseinlagen eingeschlossen. Es ist schwer nachzuvollziehen, welche Intentionen dahinterstecken - offensichtlich soll die Hyperaktivität im Schnitt lediglich eine Maßlosigkeit nachbilden, die sich bei Gruselromanzen in der Suche nach der ultimativen Gefühlsausschüttung findet. Mir war das alles zu abstrakt, zu überdreht und planlos.

*weitere Informationen: siehe Profil

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