6
Autorenkino mit einer leicht abartigen Note. Der ganz besondere Reiz dieses Machwerks lässt sich vielleicht gar nicht genau definieren. Jedenfalls sinniert David Cronenberg darin über die Erotisierung des Automobils und des Chromes, über Schaulust bei Unfällen und ansatzweise sogar über die Verschmelzung von Fleisch und Technologie, wenn auch hier in einem bodenständigen, nicht-phantastischen Kontext (Beinschienen, Gehhilfen, Fixierungen von Knochenbrüchen mit Stangen und Schrauben, usw.). Gleichzeitig führt er uns ein in die Welt einer kleinen pervertierten Randgruppe mit ihrem absonderlichen Lustgewinn. Das ist wie eine ganz weit entfernte, noch sehr zurückhaltende Variante von NEKROMANTIK, doch die Parallelen sind da, wenn man mal genauer hinsieht. Bei den Sexszenen hält sich Cronenberg nicht zurück, gibt sich unverkrampft-unprüde, fast wie bei französischen Erotikthrillern.
8
Ein genialer und "kranker" Film von David Cronenberg, der hier wieder mal beweist, dass er auch ohne Splatter- und Bluteffekte den Zuschauer zu ekeln weiß. Schwer verdaulich und für Mainstreamer gänzlich ungeeignete Psycho-Kost.
8
Über "Crash" wurde viel gelästert, aber dennoch halte ich ihn für einen weiteren brillanten Eintrag in David Cronenbergs Filmografie. Exzellent besetzt und unterkühlt fotografiert erzählt der Film eine bizarre Geschichte, die schockiert, ohne dabei billig-plakativ zu werden. Cronenberg versteht es, radikales Kino zu machen, ohne dabei auf selbstzweckhafte Tabubrüche zu setzen.
10
Dieser Film ist einer der besten von Cronenberg. Allerdings Vorsicht: Man muß schon wirklich sehr viel Gefühl besitzen um ihn auch richtig zu verstehen. Die Schlußszene ist besonders hart (psychisch gesehen). Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, das mir bei einem anderen Titel dermaßen Gänsehautschauer über den Rücken gelaufen sind. Einfach genial. Das Drehbuch ist wie gewohnt bei Cronenberg sehr schön und ordentlich umgesetzt worden. Noch ein abschließendes Wort zur Musik: Weiter so, Howrd Shore. So einen verstörend guten Soundtrack habe ich seit Mark Isham's Werk bei "Hitcher" nicht mehr gehört. Superb auch schon diese Eingangssequenz wenn der Vorspann durchläuft und diese absolut passende metallisch klingelnde Musik sich in eure Ohren gräbt. Schließlich kommt ja auch genug Metall im Film vor. FAZIT: Ein Meisterwerk, unbedingt anschauen.
8
Crash ist ein genialer und verstörender Thriller von Meisterregisseur David Cronenberg. Es geht um Menschen, die nur Sex haben können, wenn sie einen Autounfall gebaut haben. Metall-Fetischisten. Der Film besticht durch eine herrlich düstere Atmosphäre und perfekte Kameraführung (und durch Debora Unger). An diesem FIlm haben sich die Geister geschiden, die einen finden in genial, die anderen eher scheiße. Aber eins ist sicher, er hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Fazit: 8 von 10 Punkten!