Auch wenn dies bereits von vielen (und auch viel respektierteren) ofdb-Kritikern gesagt wurde, ich sage es noch einmal. "Der Soldat James Ryan" ist KEIN Antikriegsfilm und schon garnicht neutral, wie ebenfalls manchmal behauptet wird. Wer nie etwas gegen Krieg hatte, wird es auch nach diesem Film nicht. Es ist mir ein Rätsel wie Leute mit 100 mal besserer Wortwahl als ich so einen Hollywood-Schund genießen und als einen der besten (Anti)Kriegsfilme aller Zeiten abstempeln können. Ich glaube, dass solche Leute nur auf Unterhaltung aus sind, was übrigens auch alle sein sollten, die immer noch nicht kapiert haben, dass Oscars seit Jahrzehnten für die Katz sind. Was bringt es solche Filme als etwas Anderes zu loben als sie sind, wenn man selber ohnehin Freude an der Gewalt hat? Letztendlich ist "Der Soldat James Ryan" "nur" Splatter-, Amerika-, Vin Diesel-Fans und natürlich denen, die es nicht wahr haben wollen, dass bei so einem Bekanntheitsgrad und so vielen Oscars ein Film noch schlecht sein kann, zu empfehlen. Na ja, aber gute Unterhaltung war er ja doch, auch wenn man hinterher kotzen muss.
Fazit: Besser getarnt als "Wir waren Helden".