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Steven Spielberg macht einen Weltkriegsfilm mit Hollywoodstar Tom Hanks, hmm... naja. Die Story ist recht dünn für einen Kriegsfilm. Eine Gruppe Soldaten soll einen einzelnen Soldaten nach hause bringen. 80 % des Films besteht aus Schießereien, was natürlich typisch ist für einen Kriegsfilm. Die Schauspieler machen ihren Job zwar alle gut, John Williams kann man hier sowieso nichts Negatives sagen, aber das ewige Abschlachten ist doof gemacht. Steven Spielberg hat hiermit vor allem keinen Antikriegsfilm gemacht, wie es eigentlich hätte sein sollen, sondern hat einen Pro- amerikanische Kriegsführungsfilm gemacht. Und das ist sehr negativ zu bemerken (ein klarer Minuspunkt). Dieser ewige Patriotismus, der im Film herrscht und dazu die traurigen Sterbeszenen der amerikanischen Gruppenmitglieder sind furchtbar. In diesem Film wird es so dargestellt, dass es traurig ist wenn ein Amerikaner stirbt, aber es weniger schlimm ist wenn ein Deutscher stirbt und das ist für mich ein klarer Minuspunkt, wenn nicht sogar zwei! Natürlich wird hier wieder einmal der Krieg aus amerikanischer Sicht gezeigt (wäre ja ein Wunder wenn es mal andersrum in Amerika käme) und die Action ist natürlich sehr gut, aber das alles ist zu sehr in Pro- Amerika abgerutscht. Obwohl ich Steven Spielbergs Arbeiten bewundere muss ich sagen, dass mir dieses Werk nicht gefallen hat, da dies ein Pro- Amerikastreifen ist und kein Antikriegsfilm ist. Rassismus war hier mit Sicherheit nicht das Ziel, aber dass hier nur der Schmerz der amerikanischen Soldaten gezeigt wird und nicht der Schmerz der deutschen Soldaten, lässt den Film sehr blöd rüberkommen. Von so jemanden wie Steven Spielberg hätte ich mir soetwas nicht vorgestellt. Enttäuschendes Werk, aber für gute Action und John Williams einfach geniale Musik 6/10 Punkte.

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