Was wurde dieser Film vor Kinostart hochgelobt, bester Kriegsfilm und bester Film von Steven Spielberg soll er sein. Nun gut, für Marketing wurde im Vorfeld schon immer übertrieben und viel Geld verschwendet um möglichst viele Menschen in die Kinosäle zu locken.
Ein guter Kriegsflim ist "Saving Private Ryan" ohne Frage, aber gleich auch der bester aller Zeiten.
Mit Sicherheit nicht, diesen Titel haben andere Werke wie beispielsweise "Apocalypse Now", "Full Metal Jacket" oder "Platoon" wohl eher verdient, auch wenn man sich nicht festzulegen vermag, da alle drei genannten Werke grandios wirken.
Und Spielbergs Bester ist er ebensowenig, aber immerhin ein besserer von ihm.
Über die Story braucht man nicht viel erzählen, sie ist maßlos überzogen und hirnverbrannt, welcher Kommandant genehmigt einen solchen Einsatz, wo doch alle Männer gebraucht werden.
Aber die Anfangsszene hält wenigstens das, was im Vorfeld versprochen wurde.
Selten war man so nah und auch so unbarmherzig intensiv am grauenhaften und abscheulichen Kriegsgeschehen dabei und man wünscht sich nur eins - niemals so etwas miterleben zu müssen.
Die Umsetzung des D-Days ist Spielberg ohne jeden Zweifel hervorragend und grandios gelungen und wirkt als Antikriegs-Botschaft auf voller Breite.
Der Rest ist zwar regietechnisch ebenso gelungen und gut inszeniert, aber dennoch trübt die unrealistische Story den sonst recht positiven Gesamteindruck.
Tom Hanks´ Leistung ist im Übrigen grandios, aber von ihm ist man ja auch nichts anderes gewöhnt.
Hervorragend inszeniert, gut gespielt aber inhaltlich total unglauwürdig (auch wenn die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruhen soll - naja, wer´s glaubt) und vor allem wird auch hier wieder der amerikanische Patriotismus übertrieben hochzelebriert - und diese beiden Aspekte brechen einem Film, der anstrebt der beste Kriegsfilm aller Zeiten zu werden, das Genick und somit bleibt nur ein guter aber harter und intensiver Film übrig aus dem man noch viel mehr hätte rausholen können.
7 von 10 Punkten.