Review
von Leimbacher-Mario
When (Indie-)RomComs go wrong
Der gefühlt größte Nerd der Schule gesteht am Mikrofon vor seiner ganzen Welt auf der Abschlussverleihung, dass er in die attraktive Beth Cooper verliebt ist. Was für alle natürlich eher zu Fremdscham als zu Stolz, Romantik oder Weiterentwicklung führt Ulf vor allem die Party abends ins Chaos stürzt...
„I Love You, Beth Cooper“ kann man weder ernst nehmen noch lustig finden. Aber er funktioniert auch nicht als Parodie, selbst wenn er oft so aussieht und wirkt. Für mich ist das der perfekte Beweis, dass ein betrunkener Frosch kaum eine schlechtere Wahl für einen Teenagerpartyfilm sein könnte als ein alter Mann wie Chris Columbus. Weiter entfernt von der Jugend kann man nicht sein. „I Love You, Beth Cooper“ wäre wohl gerne eine Mischung aus „American Pie“ und einem Wes Anderson - ist dabei aber nur grenzdebil, unlustig und peinlich. Dabei mag ich solche zotigen Partyfilmchen a la „Project X“, „Booksmart“ oder „Superbad“ eigentlich - aber das hier ist einfach nur daneben. Klitschkos Ex ist sweet und sexy, aber das war's dann hier auch schon. Und wenn selbst Filmzitate einen Filmnerd peinlich berühren, dann stimmt hier irgendetwas gewaltig nicht. Sexistisch, ungut hängengeblieben, unpassend und... keine Worte mehr wert. Pipi. Kacka. Kondom. Boobs. Hihi. Nicht.
Fazit: wenn Durchschnitt und Langeweile zu Müll werden. Kein Vergleich zur Vorlage und kein Vergleich zu ähnlichen Vorbildern aus den 80ern. Ziemlich peinlich. Chris Columbus, wow, ziemlich weit gefallen... Der Anti-„Rushmore“. Unangenehm. Selbst „Harte Jungs“ wirkt dagegen reif und gut.