Review

Erotische Vampirfilme waren in den Siebzigern primär eine europäische Angelegenheit. Vor allem der britische "Vampyres" oder die zahllosen Werke von Jean Rollin wie etwa "Sexual-Terror der entfesselten Vampire" taten sich hier als nennenswerte Genrevertreter hervor. Umso überraschender war es, nun dieses Werk aus dem Hause Roger Corman aufzutrieben, einer der wenigen amerikanischen Beiträge zu diesem Bereich.

Für weitaus weniger Überraschungen sorgt leider die Handlung, die nach dem üblichen Strickmuster konstruiert ist: Junges Ami-Paar wird von einer mysteriösen Dame in ihre einsame Villa irgendwo in der Wüste eingeladen. Es beginnt eine ménage à trois, die leider ein fatales Ende nach sich zieht...

"The Velvet Vampire" gehört zu jenen unspektakulären Werken, deren Handlung leider völlig vorhersehbar ist. Das Beste sind zwei psychedelische Traumsequenzen, die ohne weiteres aus den Phantasien eines Salvador Dali entsprungen sein könnten. Ein Bett in der Wüste, das Paar beim Sex; dazu ein Spiegel, der das Tor in eine andere Welt darstellt...

Der restliche Film ist leider wenig mitreißend. Die Erotikszenen sind kaum sexy und auch die restliche Handlung zieht sich wie Kaugummi. Überflüssig zu erwähnen, dass das US-Setting leider zu keinen Zeitpunkt das gothische Flair der europäischen Produktionen erreicht. Immerhin ist "The Velvet Vampire" handwerklich zumindest recht ordentlich inszeniert und auch sauber gespielt.

Fazit: Kein Vergleich zu den Werken von Rollin, Franco und Co. "The Velvet Vampire" kann man vielleicht mal anschauen, wenn man nix besseres zu tun hat, muss man aber nicht! 5 von 10 Punkten.

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