"Storm Riders" ist auch einer dieser Filme aus China, die man mittlerweile schon als Klassiker ansehen kann. Mit Preisen überhäuft, als TV Serie wiederverfilmt und seinem Hype durch und durch gerecht. Ein Fantasyfilm der Spitzenklasse...
Der finstere Eroberer versucht die ganze Welt in seinen Besitz zu bekommen. Der heilige Buddha offenbart ihn den ersten Teil einer Prophezeiung, so soll der Eroberer ziehende Wolke und flüsterner Wind finden. Diese beiden Krieger sollen ihm bei seinen Weltherrschaftsplänen helfen. In der Tat findet er zwei Knaben namens Wind und Wolke und bildet sie zu seinen Kriegern aus. Zusammen mit Wolke und Wind erobert er ein Land nach den anderen und nur noch ein Reich stellt sich ihm in den Weg. Doch dann taucht Buddha wieder auf und offenbart dem finsteren Eroberer den zweiten Teil der Prophezeiung, laut dieser werden ziehende Wolke und flüsterner Wind den Eroberer stürzen und vernichten. Da er sich nun von seinen beiden Schülern bedroht fühlt, versucht er beide gegeneinander aufzuhetzen. Anfangs klappt es, doch dann schließen sich Wind und Wolke zusammen und ziehen in den letzten Kampf gegen den finsteren Eroberer....
"Storm Riders" ist ein Fantasyfilm der Superlative, ein Film wie er in dieser Form nur aus China kommen kann. Märchenhafte Atmosphäre, das typische durch die Luft gefliege und Kampfszenen die so genial und surreal sind, dass man mit offenen Mund dasitzt. Hier wird mit Energiebälle rumgeschleudert oder es werden die Fäuste vertausendfacht. Die gesamten Kampfszenen erinnern in ihrer Machart am ehesten an den Anime "Dragonball Z". Wer "Dragonball Z" kennt, wird wissen was ihn in "Storm Riders" für beeindruckende Kampfszenen erwarten werden.
Doch nicht nur die Kampfszenen wissen zu überzeugen, die gesamte Aufmachung des Films ist auf extrem hohen Niveau. Seien es die tollen und fantasyreichen Sets, die Waffen oder gar die Kostüme. Alles wirkt perfekt und nicht eine Sekunde billig. Die digitalen Effekte wissen ebenfalls zu überzeugen, besonders der Feuerdrache ist verdammt gut gelungen. Einige mögen jetzt schreien das die Computereffekte billig sind, doch beachtet man das der Film von 1998 ist, sind diese Effekte verdammt gut. Doch auch die Story weiß zu gefallen und versteht es den Zuschauer nicht zu langweilen, besonders da alle Charaktere hier eine richtige Persönlichkeit bekommen haben und man Symphatien entwickelt.
Von der schauspielerischen Seite her, gibt es bei diesem Spektakel allerdings nicht viel zu berichten. Einzigst und allein der geniale Sonny Chiba als der finstere Eroberer weiß mal wieder zu überzeugen, er sieht der Comicvorlage sogar zum verwechseln ähnlich. Er spielt den Eroberer mit einer Genialität, für die man ihn lieben könnte. Ekin Cheng und Aaron Kwok als flüsterner Wind und ziehende Wolke bleiben dagegen relativ blass. Zu selten zeigen beide Schauspieler so etwas wie Emotionen und blicken die meiste Zeit nur grimmig drein. Das mag zwar gut zur Story passen, ist aber keine besondere schauspielerische Leistung. Bis auf Sonny Chiba gibt es hier wirklich nichts nennenswertes.
Fazit : "Storm Riders" ist ohne Zweifel die wohl beste Comicverfilmung aus China, man glaubt einen zum Leben erwachten Comic zu schauen. Die Ausstattung ist grandios, die Geschichte recht spannend und die digitalen Effekte für ihr Alter sehr gut. Ein kleines Fantasymeisterwerk aus China. Zwar ist er nicht so genial wie "A Chinese Ghost Story", aber trotzdem ist "Storm Riders" einer DER Fantasyblockbuster aus China. Ansehen ist pflicht. Ein Meisterwerk !!!!
10 / 10