Der Agent Jack La Roca wird zusammen mit seiner Kollegin Steph und ein paar anderen losgeschickt um den Kronzeugen Rabbit aus der Wüste direkt nach Los Angeles zu zerren, damit er dort vor Gericht aussagt. Verfolgt wird dieser aber von der Mafia. Also entschließen sich die tapferen Gesetzeshüter eine Abkürzung zu nehmen, die sogenannte "Route 666" die von der Route 66 abweicht und bisweilen stets gesperrt war. Dort treffen sie schon bald auf Sträflings-Zombies die fröhlich drauf losmetzeln.
"Yeah, für was für eine Scheisse hab ich mein Geld diesmal nur wieder ausgegeben!" denkt sich bestimmt so mancher Epileptiker nachdem er sich nach dem lustig flackerndem Vorspann des Films beruhigt hat und aufgehört hat zu zittern. Das einzig wirklich coole an dem Film ist Rabbit, zwar eine klischeebeladene Nervensäge, aber nichts-desto-trotz wirklich lustig. Der Rest ist für die Tonne, kann man nicht anders sagen. Das Review hier bezieht sich übrigens auf die deutsche FSK 18 Fassung für Normalsterbliche, also sich auf die Pressekassette. Aber gut, ich will mal nach und nach bewerten.
Zu aller erst gibts da die Schauspieler, die - abgesehen vom duften Rabbit - einfach nur mies sind. Jack La Roca erinnert an den typischen Anführertypen. Immer cool drauf, immer 'nen coolen Spruch in der Tasche, trifft immer die richtige Entscheidung, hat immer alles im Griff, schafft es sich noch aus der Scheisse zu ziehen wenn er drin versunken ist - quasi so der Superman-Typ. Dahingegen sind die anderen Figuren fast schon hilflos blöd und wirken so als würden sie sich garnicht anstrengen um zu überleben - abgesehen vom duften Rabbit natürlich. Die Effekte sind einfach nur de~~r Hammer. Wie gesagt ist da einmal das Intro (welcher Hirntote hat sich das ausgedacht? Spontan erinnert das an den Witz "Was ist der Unterscheid zwischen einem Epileptiker und Milchreis? -Im Milchreis sind Zucker und Zimt, der Epileptiker liegt im Zimmer und zuckt."). Ich meine, die Idee ist ja nicht so verkehrt. Also wie wär's mit: Man sieht die Straße anfangs in Nahaufnahme, die Kamera zoomt etwas weg und widmet sich mehr der Landschaft. Das wäre ja noch zu ertragen, aber dieses Geflacker bei dem wirklich alle irgendwie-relevanten Mitwirkenden aufgeführt werden - einfach nur für'n Arsch wie man so schön sagt. Dazu kommen noch diese Standbild-Effekte (ich weiß garnicht wie diese Technik heisst oder wie ich sie nennen soll. Standbild-Aneinanderreihungs-Zuck-Effekte vielleicht), die den Angriff der Sträflingszombies vermutlich dramatischer und bedrohlicher wirken lassen sollen, stattdessen aber eher trashig und bescheuert sind. Die Masken die diese Viecher aufhaben sind ebenso mies gestaltet - vermutlich hat derjenige der für die Maske zuständig war schnell ne Maske aus dem Karnevals-Laden um die Ecke geholt und diese nur mal kurz mit grauer Farbe übermalt und ein bisschen mit 'nem Taschenmesser dran rumgeschnitten. Dazu kommt noch die Musik die teils eher nervig als stimmungserzeugend ist, und auch die Soundeffekte die manchmal im Hintergrund zu hören sind, sind so ätzend das ich manchmal schon geguckt hab ob an dem Lautsprecher meines Fernsehers irgendwas kaputt ist. Die Orte an denen der Film spiels sind nun schwer zu bewerten, insgesamt sind es ja nur zwei große Schauplätze, was für einen Roadmovie nun aber kein allzu großer Kritikpunkt sein muss. Das Klo an der Tanke war auf jedenfall hammergeil gestaltet - ehrlich.
Übrig bleibt dann nur die Frage aller Fragen - warum zum Teufel ist dieser eh schon bis auf's Äußerste geschnitten Stumpfsinn überhaupt ab 18? Mal im ernst, wenn man so 2-3 kurze Einstellung rausnehmen würde könnte man den Film sogar ab 12 freigeben. Es ist ja nicht mal etwas mit gewaltverherrlichendem Charakter drinne. Das Ende ist ein "Zombie-Vater-Sieht-Sohn-Und-Beschützt-Ihn-Vor-Den-Anderen-Bösen-Zombies"-Ende und entwickelt sich hin zum kitschigen "Alles ist gut"-Bullshit. Schade das die Vater-Sohn-Liebe nicht irgendwie erwähnt wird, so'n Fetzen "Liebe besiegt das Böse" hätte dem Film sicher auch nicht geschadet - vielleicht noch mit disney-ähnlicher Gesangseinlage. Wenn man sich dann den Schnittbericht nochmal anguckt fragt man sich zusätzlich warum dieser Kram überhaupt entfernt wurde. Wollte man sichergehen das kleine Kinder sich nicht mal eben den Presslufterhammer aus dem Geräteschuppen des Vaters klauen und ihn damit während er den Rasen mäht so lange bearbeiten bis nur noch Matsch von ihm übrig ist? Vielleicht ist dieser Film wirklich mal Anlaß dazu zu prüfen ob bei der FSK in Wiesbaden nicht doch ein Übermaß an Alkohol bei diversen Filmbesprechungen konsumiert wird.
Aber dennoch ist und bleibt der Film schlecht, da kann man wirklich kaum was dran schön reden. Das einzig nette ist die Idee das die Viecher nur auf der Straße und bei Austritt von Blut erscheinen, und wie Bugs Bunny wieder in Erdlöchern verschwinden können, und halt Rabbit.
2/10