Mit "Weekend of Blood" präsentiert Regisseur Drew Barnhardt einen insgesamt ordentlichen DTV-Slasher. Positiv anzurechnen ist dem Streifen seine knappe Laufzeit, dank der es recht zügig zur Sache geht und Langeweile ergo kaum eine Chance hat.
Storyseitig gibts erwartungsgemäß keine Blumentöpfe zu gewinnen: Eine Handvoll Teens fährt ein ein Ferienhaus im finsteren Forst und wird dort von einem äußerlich erstmal wenig furchteinflößenden Psychopathen dezimiert. Kennt man schon zu Genüge, ist aber ok in diesem Genre!
Was nicht ganz so ok ist, sind vor allem zu Beginn die bisweilen recht nervigen Charaktere. Da freut man sich geradezu, wenn endlich mal wieder einer der zugedröhnten Schreihälse ins Gras beißt.
Ebenfalls sollte man natürlich keine größeren Ansprüche an die Logik stellen, denn das verdribt defintiv den Spass. Also am besten garnicht erst darüber nachgrübeln, warum beispielsweise das Opfer freiwillig zurück ins Haus läuft anstatt (wie 20 Minuten später dann doch) wegzulaufen...
Die Morde erweisen sich dann schließlich als durchaus aktzeptabel inszeniert. Der Blutgehalt rechtfertigt unterm Strich auch die werbewirksame 18er-Freigabe und Freunde gepfelgter Spannungspassagen bekommen zur Filmmitte hin auch ihre soliden 15 Minuten nach bekanntem Hide & Run-Strickmuster geboten.
Schade nur, dass das Ganze nicht noch ein wenig düsterer, konsequenter und dreckiger geraten ist.
Wie eigentlich immer bleibt am Ende - sicherlich auch budgetbedingt und dem Fehlen namhafter Schauspieler geschuldet - einige Luft nach oben.
Fazit: Technisch ordentlich umgesetzt, unauffällig bis passabel gespielt und trotz Schema F-Stoff recht unterhaltsam geraten: Nimmersatte Genrefreunde dürfen einen Blick riskieren und sich an einem nicht ganz konventionellen, nichtsdestotrotz stimmigen Ende erfreuen.