Eigentlich ist Underground-Filmerin Doris Wishman ja für ihre unzähligen Nudistenstreifen bekannt. Anfang der Achtziger Jahre durfte es allerdings auch mal ein Beitrag zur Slasher-Welle sein - oder was immer man darunter verstehen mag: Mit minimalistischem Budget gedreht, flickt die Regisseurin eine bizarre Szene nach der anderen zusammen, ohne das auch nur im Ansatz ein roter Faden erkennbar wäre. Nicht wenige Sequenzen sind blutig, manche richtig künstlerisch, andere wiederum einfach nur krude und billig. Dennoch hat dieses groteske Filmchen seinen Reiz - unter der Prämisse, dass man bereit sein muss, sich auf cineastische Ergüsse einzulassen, die fernab jeder Konvention liegen. Darüber hinaus war "A Night to Dismember" für eine lange Zeit der letzte Film von Doris Wishman, die danach eine fast 20-jährige Schaffenspause antreten sollte...