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Da befanden sich die Hammer Studios zunehmend in der Krise und versuchten verzweifelt, sich mit seltsamen Variationen ihrer klassischen Themen über Wasser zu halten. Kronos sollte eigentlich als Genreheld in Serie gehen, doch die wirre Geschichte über eine kuriose Vampir-Unterart, die ihren Opfern meist ohne Blutvergießen die Lebenskraft bzw. Jugend raubt, war nur halbgar und kam beim Publikum nicht an. Und seien wir ehrlich: Horst Janson und Caroline Munro wurden nicht wegen ihrer schauspielerischen Talente engagiert, sondern weil sie als schöne Menschen in altmodischen Kostümen eine gute Figur machen. Kronos tut auch zu wenig, killt vor allem nicht genug Untote, so dass er sich nicht in die Vampirjägergalerie zw. Van Helsing, Buffy und Blade einreihen darf. Das Schwertkampffinale mit den erstarrten Zuschauern drum herum ist ebenfalls dubios. Immerhin: Atmosphäre und Kulissen stimmen.