High Lane
(Koch Media)
Die Franzosen sind mittlerweile die Hoffnungsträger für richtig gute Horrorunterhaltung. Und auch der vorliegende High Lane von Abel Ferry wird diesem Anspruch gerecht. Eine Gruppe junger Franzosen plant eine Klettertour in den kroatischen Alpen-Ausläufern. Bis auf einen sind alle relativ erfahrene Kletterer. Als man feststellt, dass die geplante Route gesperrt ist, hält dies unsere Gruppe jedoch nicht davon ab, trotzdem den Weg zu beginnen. Interne Zwistigkeiten und die wirklich begründete Sperrung führen alsbald zu Problemen in unserer Protagonistengruppe. Als eine Hängebrücke unter einem der Mitglieder zusammenbricht, ist klar, dass man den eingeschlagenen Weg fortsetzen muss, denn der Rückweg ging eben über genau diese Brücke. Dem ist jedoch nicht genug, plötzlich verschwindet auch das erste Mitglied der Gruppe spurlos. Nur der Zuschauer weiß, dass dies auf eine sehr rabiate Weise geschah, und somit unsere Freunde nicht ganz alleine sind. Nun heißt es, sich nicht nur vor den Gefahren der Natur zu schützen, sondern auch noch einem teils weitaus gefährlicheren Gegner zu stellen.
High Lane bietet eigentlich alles, was das Genreherz höher schlagen lässt. Die erste Hälfte bietet dem Zuschauer echte eye catcher. Spannende Kletteraufnahmen wechseln sich mit grandiosen Naturaufnahmen ab, so dass man gefangen ist in einem wirklich spannenden Szenario eines waschechten Bergsteigerfilms. Erst als der Horror Einzug hält, wechselt die Stimmung trotz der unendlichen Weiten der Berglandschaft in eine klaustrophobische Grundstimmung, die den Betrachter in einen atmosphärisch fesselnden Sog zieht.
Nun gut, die Geschichte hat man als Fan so oder ähnlich schon häufig gesehen, doch dies alles ist so frisch und kurzweilig aufbereitet, dass es wirklich Spaß macht.
Im Bonussektor finden wir neben einem Audiokommentar noch ein längeres Making of, Outtakes und zwei Feature.
High Lane bietet dem Horrorfreund mit seinen guten Darstellern, den tollen Landschaftsaufnahmen und dem großartigen Spannungsaufbau hervorragende Unterhaltung, welche die Motive des Bergsteigerthrillers und dem Horrorgenre sehr gut verbindet.
Somit ist dieser Film jedem Fan ans Herz zu legen!
CFS