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„Eat Drink Man Woman”, das ist es worum sich das ganze Leben dreht, so bringt es Meisterkoch Chu im Film einmal zum Ausdruck und so verknüpft Regisseur Ang Lee ( Tiger & Dragon, Brokeback Mountain) in dieser sehr gefühlvollen Komödie eben jene beiden wichtigsten Grundbedürfnisse im Leben eines Menschen gekonnt miteinander.
Dabei geht es wie so oft um das leidige Thema ersteinmal jemanden zu finden mit dem beides Teilen kann, aber auch darum aus festgefahren Verhältnissen auszubrechen um neues Glück zu finden, ehrlich zu sich selbst zu sein und seine Gefühle nicht zu unterdrücken.
Eigentlich alles altbekannte Themen also, schon zig mal abgehandelt in Dutzenden von Filmen. Warum also noch einer? Weil er einfach witzig und unheimlich sympathisch ist.
Der Film erzählt seine Geschichte mit so viel Charme und leiser Poesie das er einfach direkt zu Herzen geht. Die komischen Momenten lassen einen verschmitzt schmunzeln, die herzlichen Momente gehen einem direkt zu... ja nun... Herzen halt und die dramatischen sind sehr bewegend. Kurz um, dem Film gelingt es bestens genau die Gefühle zu vermitteln die er auslösen soll.
Das liegt für mich vor allem auch an der, trotz aller tiefe, immer irgendwie leicht beschwingten Art wie die Geschichte erzählt wird. Kleine Weltweisheiten wie „es ist wie beim Kochen: Steht das essen erst auf dem Tisch hat man keinen Appetit mehr“ (frei zitiert) sind einfach so erfrischend entwaffnend verpackt, dass man nicht in die Verlegenheit kommt sich hier von einem „intellektuell höherwertigem“ Film belehrt zu fühlen. Statt Zeigefingerpädagogik hat man mehr das Gefühl von freundschaftlichen Kneipenweisheiten. Milde statt Strenge.
Dazu kommt dann die sichtbare Liebe zur klassischen chinesischen Küche, die mit witzigen Szenen (z. B. dem großen Auflauf in der Schule, wenn Opa Chu mit dem Essen ankommt und selbst die Lehrerin beim Anblick all der Köstlichkeiten große Augen bekommt) und vielen Detailaufnahmen aus der Küche zelebriert wird.
Sieht man die Speisen dann auf dem Tisch der Familie stehen, nicht nur herrlich gekocht, sondern auch noch opulent serviert (z. B. in Form eines Drachen), dann läuft einem vor dem Bildschirm selbst manchmal das Wasser im Mund zusammen und man überlegt ernsthaft ob man den Film nicht am besten beim Essen kucken sollte.
Und auch über die kulinarische Verführung hinaus macht der Film einfach fast (was ist nun mit der unerfüllten Liebe der ältesten Tochter???) alles richtig.
Er sieht gut aus, er hört sich gut an, dank an das Kamerateam, dank an die Musiker, dank an wen auch immer, das Endprodukt ist jedenfalls durch und durch schön.
Und zu guter letzt gibt’s auch noch ein Happy End, das mit, wie sollte es anders sein, einem großen Essen (quasi dem Finale des Films) eingeleitet wird und dann in einer ruhigen Versöhnung endet.
Ein richtiger gute Laune Film also, sowohl für Fans der feinen Küche, als auch für die der vielschichtigen zwischenmenschlichen Beziehungen. Was will man mehr.

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