Nick Nolte spielt einen Handwerker, der mit seiner Frau Julie Christie eine bröckelnde Ehe führt, nachdem die gemeinsame Tochter der beiden schon vor Jahren weggelaufen ist. Beide beginnen eine Affäre mit den den beiden Partnern eines anderen Ehepaares, ohne, dass einer der Vier etwas von der Untreue seines Partners erfährt.
Die Story ist grausam schlecht. Die Charaktere sind relativ klischeehaft konstruiert und es gibt kaum überraschende Wendungen. Das Problem ist außerdem, dass der Fim unglaublich monoton und höhepunktslos auf das kitschige Ende hinausläuft. Die Dialoge sind grausam langweilig, sinnlos und einseitig. An dieser Story gibt es wirklich nichts Gutes, nicht mal das brisante Vierecks-Verhätnis der Hauptfiguren konnte solide und mit Tiefe dargestellt werden. Bereits beim Drehbuch scheitert also dieses hundsmiserable Liebesdrama, dass man im Prinzip als "Verbotene Liebe, -Der Film" bezeichnen kann.
Der Film läuft enorm langsam an und nach den ersten langweiligen Dialogen wartet man als Zuschauer darauf, dass sich endlich mal ein Höhepunkt oder eine einigermaßen überraschende Wendung einstellt. Das Problem ist nur, dass sich dies bis zum Ende kaum ändert. Der ganze Mittelteil kann außer ein paar unlustigen und flachen Witzen, überflüssigen Dialogen und einem monotonen Abspielen diverser Ereignisse überhaupt nichts liefern. Zum Ende hin ist dem Zuschauer das Schicksal der Hauptfiguren und die Handlung an sich so egal, dass auch das einigermaßen ordentliche Finale wirklich nichts mehr reißen kann. Der Unterhaltungswert befindet sich die ganze Zeit über im Keller, wofür unter anderem das enorm langsame Erzähltempo verantwortlich ist.
Die Umsetzung gelingt Regisseur Alan Rudolph, der bereits für das Desaster von Drehbuch verantwortlich ist, sehr schlecht. Die Filmmusik ist die ganze Zeit dezent im Hintergrund und kann durch melancholische, langweilige und monotone Töne wirklich überhaupt keine Atmosphäre aufbauen. Die Musik befindet sich noch unter dem Niveau einer deutschen Soap. Die Kulisse ist ebenfalls einseitig und eintönig. Der ganze Film spielt in diversen Wohnzimmern und Restaurants. Es gibt auch hier keine Abwechslung. Irgendwie ist die gesamte ideenlose Umsetzung ein Sinnbild für den kompletten Film. Regisseur Alan Rudolph konnte nur ein Jahr später mit "Breakfast of Champions" erneut einen unglaublich schlechten Streifen abliefern. Ein dermaßen untalentierter Regisseur und Drehbuchautor, der zum Glück mit "Liebesflüstern" mit einem Einspielergebnis von nicht einmal 3 Millionen Dollar einen riesigen Flop landete.
Nick Nolte spielt mal wieder solide. Leider passt er überhaupt nicht in die Rolle des Handwerkers. Nach dieser Katastrophe von einem Film konnte er aber ein Jahr später mit seiner Oscar-Nominierung für "Der Gejagte" wieder an seine alten Erfolge anknüpfen. Julie Christie spielt wirklich gut und rechtfertigt ihre Oscar-Nominierung für diesen Film. Schade, dass man dieser Leistung keinen besseren Film widmen konnte. Auch die übrigen Nebendarsteller können einigermaßen überzeugen. Bis auf den Cast gibt es aber nichts Gutes an diesem Film.
Fazit:
"Liebesflüstern" ist wirklich unglaublich miserabel und bewegt sich auf dem Niveau eines Heimatfilms oder einer Soap. Das einzige, was diesen Film noch von jenen Kitsch-Werken unterscheidet sind die guten Darsteller. Ansonsten ist "Liebesflüstern" ein komplettes Desaster. Die Story, die Musik, die Kulisse und das Erzähltempo, wirklich alles ist schlecht. Eigentlich ist es überflüssig zu erwähnen, dass der Film gähnend langweilig ist und, dass ich ihn auf keinen Fall weiterempfehlen kann.