Island ist nicht gerade als Filmland für Horrorfilme bekannt, so hat sich Regiesseur Julius Kemp gedacht, das es wohl höchste Zeit wird.
Mit " Reykjavik whale watch massacre" hat er zudem einen Film geschaffen, welcher sich auch so einiges an Kritik am eigenen Lande äussert, so ist Walfang immernoch ein grosses Thema welches hier am Rande des Films thematisiert wird.
Mit Gunnar Hansen welcher wohl am meisten an Bekanntheit durch seine Rolle als " Leatherface" im " Texas Chainsaw Massacre" sammeln konnte, hat man gleich mal ein ziemlich bekanntes Gesicht für diesen etwas ungewöhnlichen Slasher gewonnen. Ist seine Rolle nicht sonderlich gross, dürfte sein Name alleine schon ein paar Zuschauer gewonnen haben.
Und eben diese Zuschauer welche sich entschlossen haben werden doch überrascht sein von diesem Film, denn anders als zu erwarten, wird hier so einiges geboten was so wohl nicht zu erwarten gewesen wäre.
Entgegen dem reisserischen Kommentar auf der Dvd geht es nähmlich nicht so ernst und brutal zu wie man vielleicht erwarten würde. So wird eine Menge schwarzer Humor eingestreut welcher recht schnell verdeutlicht das der Film auf keinen Fall zu ernst genommen werden sollte. Hierzu trägt auch die deutsche Synchro etwas bei welche teilweise einfach unerträglich ist, so das man sich den Film definitiv im Original anschauen sollte.
So werden sehr viele Klischees eingeschmissen welche in Englisch einfach besser rüberkommen. Vorallem da dort einiges in Isländisch gehalten wurde, was durch die deutsche Übersetzung eher lächerlich wirkt. Genauso lächerlich wirken dann auch die Protagonisten zumeist, so werden zum Beispiel die koreanischen Touristen viel zu sehr nach Klischee behandelt... aber auch der Rest ist eher, naja wie soll man sagen austauschbar...
So lässt der Film sich aber gottseindank nicht allzuviel Zeit um diese Charaktere einzuführen und lässt es dann zur Sache gehen. So wird für den Freund des Blutes einiges Geboten was recht ansehnlich ist und zudem nicht gerade zimperlich. So ist vor allem der Einsatz der Harpune ein kleines Highlight.
Zwar stolpern unsere Helden wiedermal in genretypisches Verhalten, dennoch weist der Film einiges an unerwarteten Wendungen auf, welches so nicht zu erwarten sind und nochmal positiv zu Gesicht schlagen.
Fazit:
Für einen Horrorfilm aus einem Land welches normalerweise nicht gerade dafür bekannt ist, eigentlich recht ansähnlich. Wenn man den Film aber dann mit Slashers aus anderen Ländern vergleicht bleibt leider nur Mittelmass übrig. Kein Highlight aber auch kein Reinfall kann ich 5,5 Punkte vergeben