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Angriff der Dauerwellenzombies...

Kennt ihr Paul Hinzman? Nein, wohl eher kaum. Paul Hinzman, ist aber kein geringerer als der Friedhofzombie aus NIGHT OF THE LIVING DEAD, der sich mit diesem Werk als Regisseur versucht.

Eine Gruppe öder Teenies mit der Vorliebe zu belanglosen Gesprächsthemen fährt in den Wald um Halloween zu feiern. Unterdessen, findet ein Waldarbeiter eine Art Gruft, so als hätte er förmlich gerochen, dass sich unter diesen Blättern irgendwo im Wald etwas befindet. Kaum geöffnet, erhebt sich auch schon Paul Hinzman aus dem Grab und findet sein erstes Opfer. Warum Paul Hinzman, trotzalledem wunderbar frisch aussieht, weiss wohl nur er selbst und nachdem die erste der langweiligen Teenies der Blutgier verfallen ist, verschanzt man sich selten blöd wie nie zuvor in einem Haus, frei nach Romero, weckt das auch in diesem x-ten Zombiefilm wunderbar Spannung (Nicht). Irgendwann sind dann auch alle Teenager tot, wandeln als Zombies umher und tags darauf wird dann fleissig von den anwohnenden Rednecks a la Dawn of the dead entsorgt.

In den ersten Minuten sieht man diesem Machwerk schon sein geringes Budget an, ohnehin weiss man nach den ersten Dialogen und Szenen, auf was dieser Film aus ist. So reiht sich selbstzweckhafte Szene an Szene, in der Hoffnung und mit der Absicht einen nach dem anderen blutig niederzustrecken. Dass genau dies wenig Raum für Innovation bietet, wusste Paul Hinzman wohl selbst, insgesamt kriegt man öfters das Gefühl das er selbst, 20 Jahre nach seinem Auftritt alten Zeiten hinterhertrauert, wenn er völlig talentfrei als Zombie umherschreitet und viel Raum für Lacher sorgt. Ohnehin sind die gesamten Darstellern grauenvolle, eindimensionale Platzpatronen, denen man nach dem ersten Dialog bloss den Tod wünscht. Zum Glück ist das auch der Fall, wirklich lebendig ist hier nach dem Film keiner mehr, bei deren lächerlichen Handlungen, wünscht man sich nahezu eine Zombieinvasion so dämlich wie sich die Menschen hier anstellen. So sorgt der Film zweifelsfrei für ungewollte Lacher, über solch mohnoten und banalen Käse, freut man sich aber als Splatterfreund und als letzten Hoffnungsschimmer auf ordentlichen Gore. Klar, den gibts hier zuhauf und äußerst variationsreich, wenn auch gemäß dem restlichen technischen Umständen eher amateurhaft bis mittelmäßig gut. Der Score ist der einzige Lichtblick in diesem semiprofessionellen Machwerk, dass wie eine bessere Amateurproduktion wirkt, wenn auch der wenig abwechslungsreich ist und eher selten bis gar nicht sowas wie Atmosphäre aufbauen kann. Ohnehin schockiert hier nichts, außer, dass man sich mit diesem Werk einem weiteren belanglosen, platten, aber teilweise spassigen "Film" hingibt.

Fazit:
Hinzman kreiert mit Flesh Eater einen kostengünstigen, storyarmen Zombiefilm, in dem die Zombies mehr Symphatie abgewinnen, als die normalen Darsteller. Wer gerne über banalen Zombiekram schmunzelt und sich zwischendrin ma amüsieren will ist mit Flesheater gut bedient. Mit Atmosphäre, Spannung, Schockmomenten und Tiefgründigkeit ist hier nichts.

Für Splatterkiddies mit dem Hang zu End 80er Filmen.

6/10

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