Review

Außer mit „Pans Labyrinth“ hat man in Mexiko offenbar nicht viel mit Horror am Hut und das muss in den Achtzigern noch viel schlimmer gewesen sein.
Zwar werden neben Hugo Stiglitz einige Versatzstücke klassischer B-Horrorstreifen eingebunden, doch zünden will dieses unterirdische Werk zu keiner Zeit.

Stiglitz gibt hier die Rolle des Dr. Cardan, der darauf pocht, dass die Leiche des Massenmörders Devlon verbrannt wird, da dieser sich eingängig mit schwarzer Magie beschäftigte.
Dummerweise kommen ihm sechs Teens zuvor, denn ausgerechnet sein Leichnam wird für ein Teufelsritual verwendet…

Ist schon schade, wenn es einem Regisseur noch nicht einmal gelingt im Rahmen eines Friedhofs und einer Leichenhalle für etwas Atmosphäre zu sorgen, denn hierher verschlägt es die Protagonisten hauptsächlich.
Bis der Bösewicht jedoch in Erscheinung tritt, vergehen geschlagene 40 Minuten, in denen man den Teen-Köppen beiwohnen muss, die außer Albernheiten und Dummschwätzerei nichts im Sinn haben, - selbst von den obligatorischen Nacktszenen fehlt weit und breit jede Spur.
Null Figurenzeichnung, kein Sympathieträger und im Hintergrund dudeln schräge Synthie-Sounds, die streckenweise stark nach Carpenters „Halloween“ klingen.

Und siehe da: Es ist Halloween, als ein zweiter Handlungsstrang bemüht wird, nachdem der Killer die Teens völlig unspektakulär von der Bildfläche fegte.
Denn indes hat Doc Cardan einen Cop bei sich, um den verschwundenen Leichnam des Killers zu suchen, der müde durch die Gegend geistert, für den Zuschauer jedoch nur aus dessen Perspektive mit überaus schwerer Atmung.
Im letzten Drittel schwenkt man quasi vom Slasher zum Zombiefilm, als für die letzten zehn Minuten auch noch einige Untote aus den Gräbern steigen und den latent nervig kreischenden Kids nachstellen, die sich zur Mutprobe auf selbigen Friedhof verirrten.

Da brennt dann noch ein Grab, Stiglitz mischt auch noch ein wenig mit und es geht final darum, ein schwarzes Buch zu verbrennen, um den Unhold und seine Meute für immer loszuwerden. Großartig, warum sind die Jugendlichen nicht darauf gekommen?

Wenn denn wenigstens etwas Härte in Sachen Blutgehalt vorhanden wäre. Doch das tiefste der Gefühle ist eine kleine Axt in der Stirn, ansonsten grabbelt der Killer mit seinen spitzen Fingern in seinen Opfern herum, was allenfalls Millisekunden (und meist im Halbdunkeln) zu sehen ist. Daneben spritzt nur noch etwas Blut auf die lächerlich zusammengestellten Requisiten.
Einzig die Zombiemasken sind okay ausgefallen, doch auch die holen sich nicht ein einziges Opfer (die Masken ohnehin nicht, aber die Statisten darunter auch nicht).

Bis auf die letzten Minuten schleppt sich das Geschehen quälend lahmarschig und belanglos vor sich hin und von spannenden Momenten ist man die ganze Zeit meilenweit entfernt, da die Morde zu hastig und abrupt in Szene gesetzt sind und Konfrontationen zwischen Gut und Böse durchweg Mangelware sind.
Plörriger Plot, miese Darsteller und fast kein Blutvergießen. Man hat den Eindruck, dass viel weniger nicht unterzubringen war…
2,5 von 10

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