Am Halloween-Abend finden ein paar junge Leute in einem verlassenen Haus, in dem sie eigentlich eine Party feiern wollten, durch Zufall ein seltsames "schwarzes Buch", mit dem man angeblich Tote wieder zum Leben erwecken kann. Um sich einen "Spaß" zu machen, klauen sie im örtlichen Leichenschauhaus eine Leiche um diese zu neuem Leben zu erwecken. Dummerweise handelt es sich bei dem Toten um den berüchtigten Massenmörder Devlon, der sich nach erfolgreicher Wiederbelebung auch gleich daran macht, die jungen Leute nach und nach abzuschlachten. Später verirrt sich dann noch eine Gruppe von Kindern in das Haus, und auch sie müssen sich des Killers erwehren. Schließlich kommt ihnen der Psychiater Dr. Cardan zu Hilfe, der den Irren Devlon jahrelang betreut hatte. Es gelingt Cardan das geheimnisvolle Buch zu verbrennen, wodurch auch Devlon wieder dahin zurückkehrt, woher er gekommen ist. Das Grauen scheint gebannt zu sein...
Dieser mexikanische Horrorfilm ist einer der vielen unsäglichen Filme, die im Fahrwasser von "Halloween" und "The Evil Dead" die Videotheken der Welt überschwemmten. Dabei ist "Cementerio del Terror" allerdings ein besonders krasses Beispiel für einen Film, dessen Dramaturgie eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen darstellt. Wie in vielen anderen schlechten Produktionen des Genres, sind es auch hier ein paar Hohlköpfe, die völlig sinnlos durch ein einsames, düsteres Haus stolpern und dabei keine Gelegenheit auslassen, gegen jede Logik zu handeln. Sie rennen ständig auseinander, obwohl sie sich verbal immer wieder ermahnen, genau dies nicht zu tun, und irren dann allein durch die finstersten Ecken des Hauses, wo sie ein leichtes Opfer für den Killer abgeben. Dauernd fordern sie sich selbst auf: "Laßt uns von hier verschwinden!", doch statt das Haus auf schnellstem Wege zu verlassen, rennen sie, den Killer im Nacken, mit penetranter Regelmäßigkeit in die obersten Stockwerke des Hauses und rufen dabei mit unendlicher Ausdauer nach ihren Freunden (wohl die schlimmste Angewohnheit von Charakteren in Horrorfilmen). Da fehlt eigentlich nur noch der berühmte Satz: "Warte hier, ich bin gleich zurück!", der wohl in jedem Horrorfilm dieses Kaliebers zum Einsatz kommt. Aber keine Sorge, der kommt, der Satz. Man kann es wirklich nicht mehr hören! Absolut nicht mehr zu ertragen sind auch die für dieses Genre typischen, gesichtslosen Killer, die zwar schön regelmäßig, dafür aber allzu lautstark nach Luft schnappen. Das es ihnen dennoch gelingt, sich immer bis auf wenige Zentimeter an ihre Opfer heranzuschleichen, ohne dass diese etwas davon bemerken, liegt wohl daran, dass die Lautstärke der Musik in solchen Momenten immer deutlich zunimmt, wodurch das asthmatische Atmen übertönt wird! Im Falle von "Cementerio del Terror" handelt es sich dabei um billige, "unheimlich" dräuende Synthi - Musik (auch hier stand natürlich "Halloween" Pate), die dem Niveau des Films durchaus entspricht. Das einzige, zumindest halbwegs positive Element des Films sind einige nächtliche Szenen, in denen ein paar Zombies aus ihren Gräbern steigen. Doch diese paar ansprechenden Szenen machen den Film nicht erträglicher. Der ist und bleibt eine echte Zumutung.
Trash-Film-Veteran Hugo Stiglitz hat im übrigen nur eine kleine, recht undankbare Rolle und ist die meiste Zeit nur am Steuer eines Autos zu sehen.
"Cementerio del Terror" ist ein Film, wie man ihn einfach nicht mehr sehen will.