Pünktlich zu Halloween wird der irre Serienmörder Devlon während seiner jüngsten Bluttat von der Polizei erschossen. Eigentlich wäre der Fall damit ja beendet, doch ein gewisser Dr. Cardan, der schon eine ganze Zeit lang hinter dem Psychopathen her war und glaubt, dass dieser mit dämonischen Mächten angebändelt hat, besteht darauf, dass die Leiche verbrannt wird. Dummerweise ist Devlons Körper zwischenzeitlich von ein paar Teenagern aus dem Leichenschauhaus geklaut und auf dem städtischen Friedhof aufgebahrt worden. Die Jungs haben nämlich gerade nix Besseres zu tun, als ihre Freundinnen mit einer inszenierten schwarzen Messe zu erschrecken und so kommt es wie es kommen muss: Zuerst erhebt sich Devlon und metzelt als rachsüchtiger Zombie die anwesende Bagage nieder, und als später noch ein paar weitere Kids auftauchen, steigen auch die restlichen Toten aus ihren Gräbern... Dieser mexikanische Beitrag zur Mitt80er-Horrorwelle hat zwar ein paar beachtlich atmosphärische Sequenzen vorzuweisen, ist allerdings insgesamt viel zu sehr den gängigen Body Count-Formeln einiger US-Vorbilder unterworfen, um über das untere Mittelmaß hinauszukommen. Als Musterbeispiel für woanders abgeschaute Regie-Einfälle ist das Ding zwar ganz nett, aber weder abgekupferte Traum-Sequenzen, noch der massive Einsatz der PoV-Kamera und schon gar nicht der Michael Myers-like vor sich hinschlurfende Bösmann sind in der Lage, "Friedhof des Satans" irgendwie aus der breiten Masse von ähnlichen B-Movies herauszuheben. Den ganzen Hui Buh-Kram hat man jedenfalls schon zigmal in amerikanischen Produktionen zu Gesicht bekommen und Rubén Galindo Jr.’s Mischmasch aus banalem Teenie-Grusel und Zombie-Streifen mit Okkult-Anstrich ist darüber hinaus auch nicht gerade besonders sorgfältig inszeniert worden... inhaltliche Patzer und holprige Anschlüsse gibt’s da nämlich zuhauf. Nur bei den Masken der Untoten und den Gore-Einlagen, die ab etwa der Hälfte in schöner Regelmäßigkeit in die dürre Handlung gefriemelt werden, hat man sich ein wenig mehr Mühe gegeben, denn die sehen stellenweise gar nicht mal so übel aus. Nun ja, wird wohl auch Mitte der 80er in Mexiko den einen oder anderen fähigen Tricktechniker gegeben haben, der keinen Bock auf die ganzen Ringer-Filme gehabt hat. Nebenbei, es dauert einfach viel zu lange, bis die nervigen Blagen endlich von den Zombies über den - als Kulisse zugegeben gar nicht mal so unansehnlichen - Friedhof gehetzt werden. Zum Schluss hin steigert sich das Tempo allerdings noch mal erheblich, aber wer guckt sich diesen Murks nur wegen zwei, drei guten Augenblicken an? By the way: "Friedhof des Satans" ist der einzige mir bekannte Film, in dem ein Rudel Zombies mit einem Kruzifix in Schach gehalten wird. Tjoa, is’ ja Halloween, newa, waren vielleicht verkleidete Vampire...?
4/10