Bislang ist Pigploitation noch kein eigenständiges Subgenre, da diese Tiere in der Regel eher friedliche Leute sind. Schwein gehabt, denn Regisseur und Hauptdarsteller Marc Lawrence, welcher seiner Tochter Toni die zweite Hauptfigur zuschusterte, erzählt und inszeniert unter aller Sau.
Irgendwo am Ende der Walachei: Der ehemalige Zirkusartist Zambrini (Marc Lawrence) betreibt ein marodes Diner. Er verfüttere tote Menschen an seine Schweine, heißt es in der Nachbarschaft. Eines Tages trudelt die junge Lynn (Toni Lawrence) bei ihm ein, die vor irgendetwas auf der Flucht zu sein scheint. Sie erhält einen Job als Kellnerin, doch dann verschwinden weitere Menschen aus dem Örtchen…
Rote Schweinenasen und ziemlich viel Gequieke durchziehen den reichlich bizarren Streifen, der kaum so etwas wie eine stringente Handlung oder gar Motive der wenigen Beteiligten offenbart. Der lokale Sheriff stört sich nicht am Verfüttern von Toten, die als solche keine Rechte mehr hätten, während mit der neuen Kellnerin Perlen vor die Säue geworfen werden, die natürlich nicht lange auf sich warten lassen, - schmieriger Arbeiter, die jedes Gesetz selbst in die Hand nehmen, sind in den 70ern Pflicht.
Es folgen zwei, drei unnatürliche Ableben, allerdings kein explizites Schweinefutter. Der viel zu helle Lebenssaft wird zwar großzügig verteilt, doch mit dem Ausarbeiten von Wunden hielt man sich erst gar nicht auf. Stattdessen driftet der psychedelisch angehauchte Schweinsgalopp in groteske Gefilde ab, etwa, als Zambrini die alten Schachteln von nebenan in obskurer Verkleidung heimsucht oder einmal mehr ein musikalisches Thema von Charles Bernstein auftaucht, welches sehr deutlich an das von „Rosemarys Baby“ erinnert.
Die saukomische Inszenierung fällt primär durch ungelenke Schnitte und unbeholfene Schauspielerei auf. Regisseur Lawrence, der immerhin in über 200 Filmen mitwirkte und es zweimal ins Reich von James Bond schaffte, hantiert viel mit den Armen, erzählt aber betont wenig, während er bei seiner Tochter auf befremdliche Weise versucht, deren Oberweite hervorzuheben. Toni driftet indes immer wieder ins Overacting ab, - wobei die Regieanweisungen wohl auch ziemlich diffus gewesen sein dürften.
Am Ende erfolgt noch eine erahnbare Enthüllung, ein ägyptischer Mythos wird ebenfalls bemüht und wer den inneren Schweinehund überwindet, darf mithilfe der Jukebox auch mal kurz die Sau rauslassen. Suspense, Blutvergießen oder gar Mitfiebern sind selbst im Schweinestall nicht zu finden, - sogar für nostalgisch angehauchte Filmfans bilden die 80 Minuten einen nicht gerade leicht verdaulichen Schweinefraß.
Knapp
4 von 10