Review

Pigs von Marc Lawrence ist ein schmuddelig inszenierter Horrorfilm, der sein Potenzial erst in der zweiten Hälfte zögerlich entfaltet. Die Atmosphäre wirkt zwar bewusst dreckig und sperrig, doch der zähe Einstieg und die nur rudimentär ausgearbeiteten Figuren erschweren es, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Besonders die Charakterzeichnung bleibt blass, was den ohnehin langsamen Erzählfluss zusätzlich hemmt.

Marc Lawrence übernimmt nicht nur die Regie, sondern spielt gemeinsam mit seiner Tochter Toni auch die Hauptrolle – eine interessante Konstellation, der der Film jedoch kaum Tiefe entlockt, aber tiefe Einblicke auf den Busen schafft. Einige kleine blutige Momente tauchen auf, doch sie sind so spärlich und beiläufig inszeniert, dass sie kaum Eindruck hinterlassen. Vieles wirkt unausgegoren, fast improvisiert, als ob der Film nie ganz wüsste, wohin er eigentlich will.

Der vorliegende Director’s Cut versucht gegen Ende einen mystischen Unterton einzuführen, doch dieser wirkt eher aufgesetzt und unpassend zum vorherigen Geschehen. Statt dem Film eine zusätzliche Ebene zu geben, verstärkt der Ansatz den Eindruck, dass die erzählerische Richtung nie richtig durchdacht wurde.

Insgesamt bleibt Pigs ein kurioses, aber unausgewogenes Werk: dreckig, etwas wirr und mit spät aufkommender Spannung – ein Film, der vermutlich nur für Genre-Sammler oder Fans obskurer 70er-Jahre-Horrorstücke wirklichen Reiz hat.

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