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2

Einfältige und langatmige Z-Produktion, wie sie damals vielleicht das naive und komplett anspruchslose Hinterwäldlerpublikum in die US-amerikanischen Autokinos gelockt haben mag. Viel Maultrommel und Schweinegequieke, aber nur wenig Suspense und kaum echte Highlights - und die paar psychedelischen Horrormomente wirken aus heutiger Sicht allenfalls befremdlich und antiquiert. Es ist eine Seifenoper-lastige und schwerfällige Form von Vorläufer des Backwoodsterrors, die eh nur kurz darauf dank Tobe Hoopers großem Kettensägenklassiker vollkommen obsolet werden sollte. Jedenfalls hätte man die Story rund um einen Schweinefarmer, der Menschen an seine Tiere verfüttert sehr viel blutiger, grimmiger und aufwühlender umsetzen können - und zwar damals schon.

4

Eine aus der geschlossenen Anstalt geflohene Vatermörderin trifft irgendwo im Niemandsland auf einen Ex-Artisten, der hier ein Café betreibt und eine Schweineherde mit Leichenteilen füttert - eine bizarre Idee, wie sie wohl nur amerikanischen Exploitationfilmern einfällt. Dennoch ist "Pigs" leider nur ein wenig spannender Psychokrimi geworden. Die Schauspieler sind zwar ganz ok, doch empfindet man im Hinblick auf das o.g. Duo eher Mitleid als Angst und Schrecken, was dem Nervenkitzel nicht gerade zuträglich ist. Zudem weist der Streifen trotz der geringen Laufzeit einige Längen auf. Nach einer Stunde splattert es mal kurz, aber dann ist ja auch schon bald Schluss. Insgesamt eher mäßig, aber wegen der kuriosen Story und der Tatsache, dass es hier um einen der ganz frühen Backwood-Filme handelt, dennoch einen Blick wert.

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