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Jota steht kurz davor Selbstmord zu begehen, kann sich aber nicht überwinden, den Abhang hinunter zu springen. Plötzlich kracht ein Motorrad nur unweit von ihm entfernt gegen das Geländer der Brücke und die Fahrerin landet in hohem Bogen auf dem Sand. Jota eilt zu ihr und versucht zu helfen. Als die Sanitäter angekommen sind, gibt er sich als ihr Freund aus, um mit ins Krankenhaus fahren zu dürfen. Als die geheimnisvolle Dame auch noch unter Amnesie leidet, sieht er einen neuen Sinn in seinem Leben und gaukelt ihr vor, mit ihr liiert zu sein. Das geht auch eine zeitlang gut, doch dann beginnt Madames Freund per Radio nach ihr zu suchen und Jota verstrickt sich immer mehr in ein Netz voller Lügen. Kann er zudem sicher sein, dass sich seine neue Angebetete wirklich an nichts erinnert?

Grundsätzlich hört sich das gar nicht mal uninteressant an und ein Alfred Hitchcock oder David Fincher hätten aus dieser Story auch sicherlich einiges herausgeholt, doch Julio Medem gelingt das nicht. Die Handlungsweisen der Protagonisten sind vollkommen unsinnig und viele der Dialoge unfreiwillig komisch ("Du bist ja gefährlich").

Zudem sind die Darsteller komplett unsympathisch und die Nebenhandlungen totaler Blödsinn. Vor allem der surrealistische Touch, den Medem kurzfristig einführt, geht total in die Hose, weil das Ganze nicht nur deplatziert wirkt, sondern auch noch vollkommen billig inszeniert wurde. Da war wohl kein Budget mehr da. Und was soll zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Teenager, der angeblich Menschen hypnotisieren kann? Was soll eigentlich der ganze Film?

Entsetzen befällt mich allerdings, wenn ich sehe, dass für den Streifen ein Durchschnittswert von 8,25 zu Buche steht. Sollte hier vielleicht die Hypnose des oben erwähnten Darstellers doch gewirkt haben und alle Zuschauer gaben dem grausigen Machwerk in diesem Zustand eine hohe Bewertung? Oder sollte ich hier ein Meisterwerk der Filmgeschichte nicht entsprechend zu würdigen wissen?

Fazit: Eine Tierdokumentation über das Leben der Eichhörnchen ist deutlich interessanter als dieser Streifen, der noch dazu nahezu quälend lange 110 Minuten Laufzeit vorzuweisen hat. Lustig sind hier allerdings die Extras und der Kommentar des Regisseurs, der sich sicher ist, hier eine grandiose Bereicherung für die Filmwelt abgeliefert zu haben. Dem ist mitnichten so!

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