Review

Inhalt:
Ein paar Männer finden im Gebiet eines Eingeborenenstammes Kristalle, werden jedoch von den Eingeborenen gestellt. Gerade als einer der Männer getötet werden soll, kommt die sich von Liane zu Liane schwingende Liana (!) (Katja Bienert) zu Hilfe und lässt in ihrer Funktion als Kannibalengöttin die Männer laufen.
Zurück in der Zivilisation erzählen die Entkommenen einer bettlegriegen Frau von der Sache und es wird klar, dass es sich bei Liana um ihre verschollene Tochter handelt, die nach einem Ausflug mit dem Vater nicht mehr zurückgekommen ist.
Die Frau schickt eine aus den beiden Rückkehrern, ihrem Neffen mit Frau und einem Anführer bestehende Expedition in das Gebiet, um ihre Tochter zurückzuholen. Doch die Ausgesandten haben anderes im Sinn: Die beiden Männer wollen die Kristalle haben und der Neffe mit Frau will verhindern, dass Liana nach Hause kommt, weil er das Vermögen seiner Tante allein erben will.
Dummerweise schießt einer der Männer im Zielgebiet auf die Eingeborenen, so dass diese sauer werden und unter der Leitung einer bösen Priesterin auf Menschenjagd gehen.
Als die auf drei Personen reduziert Gruppe Liana erreicht, kommt es zum Konflikt zwischen der Priesterin mit Eingeborenen, dem Eingeborenengott und Vater von Liana, der Eingeborenengöttin Liana und den drei Expeditionsmitgliedern.


Kritik:
Ohje, Jess Franco hat es wirklich geschafft, seinen grottigen "Mondo Cannibale 3" zu unterbieten und das in jeder Hinsicht.

Wie man meiner obigen Inhaltsangabe sicherlich entnehmen kann, ist der Plot unsinnig und hirnrissig.
Anfangs versucht der Film sich noch als ernst gemeint auszugeben, doch spätestens als alle beim Eingeborenengott ankommen, wendet sich der Streifen zu einer albernen Komödie.
Highlight hierbei ist folgendes Zitat, welches einer der Männer zu den Eingeborenen spricht (ungelogen, ich schwör!): "Einen recht schönen guten Tag! Wie geht es ihnen, liebe Neger? Es ist mir ein Vergnügen sie kennen zu lernen. Tach! Tach!".

Warum der Film in der Mondo Cannibale Reihe läuft, die es so übrigens nur in der Titelschmiede Deutschland gibt, ist unverständlich, da diesmal überhaupt keine Kannibalen auftauchen! Na ja, das erspart uns wenigstens die unerträglichen Franco-Fressszenen a la "Mondo Cannibale 3".
Wer auf blutige Effekte hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Das einzige, was es zu sehen gibt, ist ein abgetrennter Gummikopf und zwei Leichen mit durchschnittener Kehle.

Auch diesmal hat Franco seine Dschungelszenarien in Wäldern und Vorgärten gedreht, wobei das Eingeborenendorf am schlechtesten gelungen ist.
Um halbwegs ein Urwaldfeeling zu erzeugen, hat Franco sich bei Dokumentarfilmen bedient und Szenen von wilden Tieren in seinen Film hineingeschnitten. Schade nur, dass das ganze sich auf Grund des unterschiedlichen Materials vom übrigen Film deutlich abgrenzt.

Die Schauspieler agieren natürlich auch hölzern und reden größtenteils sinnloses Zeug. Lustig wirkt vor allem der weiße Kannibalengott, der die ganze Zeit mit einem lustigen Hut mit Bommel herumläuft und dem Overacting neue Formen verleiht.
Augenfang des Films ist Katja Bienert, die den ganzen Film über barbusig herumläuft oder sich von Liane zu Liane hangelt. Ich frage mich nur, warum sie, wenn sie die ganze Zeit nackig ist, eine typische Bikinibräune aufweist, na ja :-)

Wegen unfreiwilliger (?) Komik gebe ich 2 Trashpunkte.

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