Dieses verachtenswerte Flickwerk beginnt mit einer Atombombe und der Frage, ob das Böse mit Kain und Abel in die Welt gekommen ist, dann wird eine supersachliche Aneinanderreihung von "Bösem" und Schmerzen und dergleichen präsentiert, quasi als Beweisführung. Von Tieropfern, religiösen Fanatikern, indischen Fakiren, gestellten Sektenperversitäten, Beschneidungen(besonders übel), außerdem Gemeinheiten wie wegegesperrte Behinderte oder atomarer Kriegsführung wird da berichtet, dazwischen wieder Szenen "zur Auflockerung" wie Fetischismus oder Polygamie. Beängstigend sind jene Aufnahmen, in denen Kinder sich bereits auf Krieg vorbereiten, nicht minder bitter sind die (realen) Aufnahmen von Kriegsverbrechen. Die gestellten Wohlstandskrankheiten nehmen in der zweiten Hälfte der Mondo-Produktion einen großen Teil ein, was tierisch nervt, so dass der Vorspulknopf lange gedrückt bleibt ( ist ohnehin die sinnvollste Taste hier ). Die realen Szenen sind teilweise so krass, dass die Tieropfer noch das harmloseste sind. Überhaupt wünscht man sich nach spätestens zehn Minuten, dass mit diesem Mondo wie er im Buche steht ( kopflose Aneinanderfügung von "sensationellen" Szenen mit wackliger Kamera, kommentiert vom ach-so moralischen Off-Sprecher) bald Schluss ist.
Spätestens als dem Zuschauer um die dreissig Leichen nacheindander "zugezoomt" werden, gefolgt von nackten Aussteigern auf einer einsamen Insel, ja, spätestens dann dürfte dieser menschliche Film auch für Amnestie International gestorben sein.
Man glaubt ja gar nicht, wie quälend neunzig Minuten werden können. Zum Finale werden noch Sandburgenbauer gezeigt, deren schöne Kunst durch das Meer zerstört wird-wie abartig pervers und grausam doch die Natur ist...
Fazit: schlechteste Wertung
Härte: 8 von 10
Gesamteindruck: 0 von 10 ( bei ofdb ist es halt 1)