Nach Pumpkinhead (1988) der zweite und letzte eigenständige Film von der Make Up Department & Special Effects Kapazität Stan Winston, der sich getreu seines Berufes und seiner Berufung hier wieder vermehrt als Creature Designer und der Überwachung der visuellen und besonders (überzeugenden) animatronischen Ideen beschäftigt und das Übriggebliebene als simples Handlungsschema auf die hinteren Plätze verweist. Der auch als Upwold bekannte Titel, ursprünglich 1988 gedreht und dann erst verspätet auf ein nicht mehr sonderlich interessiertes Publikum angelegt, richtet sich dabei anders als das Debüt an die eher jüngeren Zuschauer. An eine familienfreundlicheres Umfeld, auch wenn dergleichen Ansinnen hierzulande mit einer FSK 12 – und der erst später erlaubten Freigabe für Kinder ab 6 Jahren, wenn eine personensorgeberechtigte Begleitperson anwesend ist – die Grenze zwischen geeignet dafür und eher ungeeignet durch einige härtere Szenen und einem raueren Milieu fast schon wieder bricht:
Als der noch blutjunge Polizist Casey Gallagher [ Anthony Michael Hall ] zwar im Alleingang einen vermeintlichen Juwelendeal mit dem Gangsterboss Zadar [ Eli Danker ] initiieren und auch seinen Vorgesetzten Stan Walton [ Jerry Orbach ] von dieser unkonventionellen Herangehensweise an eine Festnahme überzeugen kann, hat er noch nicht mit Zwischenfällen gerechnet, die ihm das zukünftige Leben schwer machen können und zudem die Augen öffnen. Denn bei der Verabredung wird Casey niedergeschlagen und ein Mittelsmann durch eine Bombe in die Luft gesprengt, während die Juwelen ebenso wie der heimtückische Täter verschwunden sind. Casey, der prompt auf die Abschussliste seiner bisherigen Karriere gesetzt wird, staunt allerdings nicht schlecht, als er mit einem Kobold als Zeugen der Tat und schnell als Partner auf der Suche nach dem Übeltäter konfrontiert wird, will auch das kleinwüchsige Fabelwesen ein äußerst wertvolles und für sein Volk lebenswichtiges Relikt von dem Verbrecher zurück. Auf der Jagd durch die Stadt, zuerst auf den Spuren von Zadars Scherge Reggie [ Robert Z'Dar ], kann das ungleiche Paar eigentlich nur auf sich selber zählen, ist doch Caseys eigentliche Partnerin Samantha [ Claudia Christian ] von der unglaubwürdigen Geschichte gar nicht entzückt und steht ihm zudem sein Kollege Detective Deric Kaminsky [ Mark Harelik ] öfters mal im Weg.
Wenn man sich den vorlauten Zwerg in seiner heruntergekommenen Kleidung wegdenken oder sich Jemand Anderes darunter vorstellen täte, würde es sich bei dem Film in dieser Prämisse der ungewollten, aber notgedrungenen Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Charaktere um ein weiteres Buddy Cop Movie handeln. Ein zu damaliger Zeit gerade in Hochform befindliches Sujet, in dem mangels Ideen für Nachschub und Dank erhöhter Kreativität, wenn man dies so nennen möchte, die 'normalen' Paarungen ausgingen und diverse weitere Wege gegangen wurden. Beliebt waren nun vor allem auch die Hunde als Begleiter bzw. Partner, in Turner & Hooch (1989), dem K-9 (1989) oder gar dem K-9000 (1991), wobei der Gnom hier im Grunde diese Rolle, den (mehr oder minder) niedlichen Sidekick und gleichzeitig den Ansprechpartner für die Kleineren im Kinosessel und die Phantasiebegabten gleich mit spielt.
Manchmal erinnert diese Wesen vom Aussehen her gar einen (eher hässlichen) Hund, fletscht auch die Zähne, wenn ihm etwas nicht passt und macht so allerlei Dinge, die ganz hygienisch so richtig nicht sind. So richtig schick und putzig ist das Viech allerdings nicht, ein bisschen wie die verlotterte Ausgabe eines männlichen Gelflings (aus The Dark Crystal, 1982, von Jim Henson und Frank Oz), nur mit mehr ungepflegten Haaren im Gesicht und einem bisweilen gehässigen Auftreten, das auch zu einiger Gewalt neigt, wenn man die Wünsche nicht sofort erfüllt. Überhaupt werden die Menschen hier gebissen und von hinten angegriffen, ein armer Scherge bekommt sogar den Fleischerhaken in das Gemächt, was wie einige andere Szenen auch weniger in Märchen für die Junggebliebenen als vielmehr zu dem allgemeinen Cop-Film, Stichwort B-Krimi gehört.
Da wäre der unterstützende Partner, der außer Fürsprache allerdings nicht viel an Ermittlung beisteuern kann. Der Vorgesetzte, der anfangs noch einsichtig mit dem neuen Mann in der Truppe ist, bald aber nicht mehr und auch die Suspendierung ausspricht. Der neidische Kollege, der sich über jedes Missgeschick freut und so gar keine Hilfe im eigentlich als Team gedachten Revier ist, usw. usf. Die Belange vom Rookie Cop, der die Übergabe verpatzt und die Scharte mithilfe des einzigen Zeugen auswetzen will, werden neben dem MacGuffin vom Gnom auch weitgehend in Augenschein und ohne irgendwelches Hokuspokus in Augenschein genommen, gibt es die normale Observation, die Auseinandersetzung mit Mittelsmännern und die obligate Verfolgungsjagd, die einer der weiter gängigen falschen Anschuldigung und untergeschobenen 'Beweisen' und so zu Misskredit kurz vor dem Showdown – erneut in schicker Nacht & Nebel-Beleuchtung in einem stillgelegten Park – führt.
Mit diesen Augen betrachtet und angesichts des jetzt nicht sonderlich vorhandenen finanziellen Budgets und der eingeschränkten Erfahrung von Winston in der alleinigen Handhabe hinter der Kamera ist der Film, jetzt im Nachhinein und eines gutes Vierteljahrhundert so schlecht wie oft gemacht eigentlich nicht. Das Geschehen entwickelt sich relativ ebenerdig und unverkrampft, es ist nicht so lärmig wie ein Howard The Duck (1986) und es ist dem Einvernehmen nach auch kein Theodore Rex (1995), was nur für ihn und als positives Ereignis spricht. Puppentricktechnisch gibt es nichts auszusetzen, und Wenn man das mag, kann man sich hier auch in einem Los Angeles wohlfühlen, dass von der eher unschönen Seite, mit einem stillgelegten Zoo als Ausgangspunkt, einem Leichentransport als Fortbewegungsmittel zwischen den Schauplätzen und dem ehemals ruhmreichen Lafayette Hotel als Mittelpunkt einer tödlichen Schießerei aus gezeigt wird. Ein Besuch im Stripschuppen gibt es auch, wenn man denn 7 Dollar anbei hat und noch etwas Zeit über ist.