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"Vampires: Los Muertos" ist ein absolut unwürdiger Nachfolger von John Carpenteres gelungener Vampirhatz aus dem Jahr 1998. Wohl aus reiner Geldmacherei verpflichtete man Rockstar Jon Bon Jovi, dem man die Langeweile ansieht. Auch die weiteren Haupt- und Nebenrollen wurden mit schauspielerischen Un-Talenten aus B-Movie- und TV-Serie-Kreisen besetzt, so dass man sich als Zuseher schon nach wenigen Minuten den Löchern im Drehbuch widmen kann. Die unzählichen logischen Patzer bieten denn auch vermehrt Anlass zur Erheiterung - können den Unterhaltungswert des Machwerks aber nur bedingt heben.

Ok, ok, mir ist auch klar, dass Carpenter seinerseits mit dem ersten "Vampires" das Rad anno dazumal ebenfalls nicht neu erfunden hat, zumal selbst die eingefleischten Fans die zahlreichen Anleihen (ein hübsches Wort, wenn man nicht unbedingt von Ideenklau reden möchte!) an anderen Streifen des Genres - allen voran natürlich "From Dusk till Dawn" - nicht übersehen konnten und wollten. Mit einem motivierten James Woods in der Hauptrolle sowie dem stimmungsvoll-dramatischen Plot besass der Vorgänger jedoch eine fantastische Atmosphäre, die der blutleere Nachfolger in keinster Weise erreicht.

FAZIT: Angesichts der blassen Darsteller-Riege sowie der toten Handlung macht "Vampires: Los Muertos" aber zumindest seinem Namen alle Ehre. Oder um beim Genre zu bleiben: Ein Vampirfilm ohne Biss...

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