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Immer noch gibt es Vampire, die gefährlichen Untoten, die in Scharen über Menschen herfallen, um sich von ihrem Blut zu ernähren. Also muss der Vampirjäger Derek Bliss ein Team zusammenstellen. Als nächstes will Derek Vater Adam Guiteau aufsuchen, er ist im Besitz des schwarzen Kreuzes, welches er nach dem Sieg von Valek in Teil eins an sich nahm und versteckt hielt. Doch Derek muss feststellen, dass der Vater schon vor einiger Zeit verstorben ist. Also macht der sich auf die Suche nach weiteren Vampirjägern, um so ein perfektes Team zu bilden. Und ausgerechnet in dieser Zeit kommt die Vampirin Una um sich das schwarze Kreuz unter den Nagel zu reissen, und sie schafft es auch. Allerdings wird dabei noch der eine oder andere Priester gekillt. Es gehen aber nicht nur die Priester drauf, sondern auch die restlichen Vampirjäger von Dereks Team, ausser einem, der wird entführt, damit Una das Ritual durchführen kann, damit sie auch im Tageslicht aktiv sein kann. Nun liegt es an Derek, ein neues Team aufzustellen und Una zu vernichten. 

John Carpenter sollte irgendwann wirklich mal aufpassen hinter welche Filme er seinen Namen legt, denn die Fortsetzung seiner Vampirhistorie ist äußerst durchschnittlich ausgefallen, wenn überhaupt. Den Regiestuhl überließ er diesmal seinem Kollegen Tommy Lee Wallace, aber auch als Produzent sollte man einen gewissen Einfluß nehmen, wenn man erkennt das der Endauswurf die Pelle nicht von der Wurst zieht. 
Dabei ist die Handlung nicht mal unähnlich der des Vorgängers. Das staubige Ambiente ist ebenso mit dabei, wie Roadmovie Anleihen und einen neuen Vampirjäger bekommt der Zuschauer ebenfalls spendiert. Unglücklicherweise heißt dieser nicht mehr James Woods, sondern Jon Bon Jovi der zwar bei aller musikalischen Klasse nunmal kein Schauspieler ist, was man ihm den ganzen Film über deutlich anmerkt. Allerdings ist der Rest des Casts auch nicht besser. Ich hab selten so eine Ansammlung charismafreier Pfosten gesehen, die dazu noch größtenteils nervige Charaktere spielen. Sorry, aber bei diesem Haufen Luft drück ich doch lieber den Vampiren die Daumen, die allerdings nicht minder blaß bleiben.
So muß die Van Helsing Group also mal eben nach Mexiko einmarschieren aber vorher noch ein Team von Superspezialisten zusammenstellen, die dann auch so super spezialisiert sind das sie sich mühelos vorher umbringen, oder sich per Vampir Blowjob ganz einfach übertölpeln lassen. Also wenn die Zukunft der Menschheit von diesem Haufen abhängt, flieg ich dann lieber zum Mond. Hinzu kommen dann noch haufenweise scriptbedingter Ungereimtheiten, die den ganzen Murks noch ungoutierbarer machen. 
Für die 16er Freigabe wird dabei einiges an Gewalt aufgefahren, denn die Blutsauger sind äußerst hartnäckig was das Ableben angeht. Da reicht der gute alte Pflock durchs Herz nicht mehr aus, nein die Biester müssen auch noch ins Sonnenlicht gezerrt und zum krönenden Abschluß auch noch geköpft werden. Allerdings sind auch diesbezüglich die Kämpfe nicht wirklich gut, auch der Showdown fällt da ziemlich lasch aus, normalerweise müßten da haufenweise Vampire rumhängen aber nachdem Bon Jon die Anführerin ausgeschaltet hat verschwinden die alle spurlos.
Der tweite Teil der Capenter Vampires ist im Grunde genommen ein ziemlich überflüssiger Beitrag zum Genre. Neues wird nicht geboten und das Alte mager umgesetzt, muß man nicht gesehen haben.
3,5/10

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