Review

Ein äußerst seltsames Stück Horror, daß hier im Sparmodus vor sich hintuckert.
Werden die Zuschauer erst mit einer Art Todesvision mit Erinnerungsrückblenden aufgeweckt, so bricht der Film danach komplett ein. Zunächst ist die Situation der Hauptfigur Carver, bei dem alle Freunde und Verwandten offenbar wegsterben jedoch noch Grund genug, auf einen echten Clou zu hoffen und als eine geheimnisvolle, nicht im Spiegel sichtbare Schöne ihn zu einem tagsüber bereits verfallenden Palast lockt, werden Erinnerungen an „Tanz der toten Seelen“ laut.

Doch mit der Zeit tritt der Film immer mehr auf der Stelle. William Sylvester muß sich ständig gegen alle Hinweise quer stellen und wirkt sperrig und hemmend, ein Archäologenehepaar bringt inhaltlich auch nichts voran.
Um so enttäuschender, wenn sich mit Öffnung eines versiegelten Grabes der ganze Mumpitz als ein weiteres Beispiel für einen exotischen Vampir mit latenten Sukkubus-Motiven entpuppt.

Natürlich greift man gegen Ende zum Pflock und beseitigt die Gefahr halbwegs, aber bis dahin sind die meisten Zuschauer schon geistig abgedriftet bei den vielen Rennereien durch Stadt und Wüste.
Ein komischer Höhepunkt ist stets der Zerfall von Toten oder Vampiren, die sich per Zwischenschnitt ihres Fleisches entledigen und als lustige Plastikskelette aus Ärmeln und Kragen ragen.

Fängt also schräg an, liefert dann aber wieder nur das Übliche und vermeidet Blut komplett.
Orginaltitel heißt übersetzt: die Hand der Nacht. Da geb ich meine drauf! Gute Nacht. (3/10)

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