Was vom Titel her ein wenig nach Godzilla oder vielleicht irgendwelchen Weltraum-Mutanten klingt, entpuppt sich rasch als Steve Austin, der einmal mehr seine Muskeln spielen lässt und auf reumütigen Ex-Knacki macht.
Als ernstzunehmenden Charakterdarsteller sollte man ihn deshalb jedoch nicht einstufen.
John Brickner (Austin) hat viereinhalb Jahre seiner siebenjährigen Haftstrafe verbüßt, die er wegen Totschlags eingesessen hat. Er beginnt zwei Jobs, auf dem Bau und als Rausschmeißer in einer Bar, bis sich die Witwe des Getöteten an ihn wendet, da ihre Tochter dringend eine Herztransplantation benötigt. Gleichzeitig vermittelt ihn Kellnerin Frankie an Reno, der John an illegalen Cage-Fights teilnehmen lässt, - schließlich muss Kohle her, denn die Zeit drängt nicht nur für John…
Die Jahre im Knast haben aus Saulus den Paulus herausgekehrt, - man kennt das: Er hatte viel Zeit zum Nachdenken, es gibt nicht einen Tag, an dem er nicht über seine Schuld nachgrübelte und so führt Johns tiefe Reue und der Drang nach Wiedergutmachung dazu, mit hohen Geldeinsätzen seitens seines Managers an unberechenbaren Kämpfen teilzunehmen.
Die Sozialkritik bleibt natürlich recht vage, doch immerhin bemüht man sich um Zwischenmenschliches bei den Nebenfiguren.
Dennoch kommt die Geschichte an den meisten Klischees kaum vorbei, die vom hyperaktiven, hoch verschuldeten Manager, über den alten Trunkenbold von Ringsprecher bis hin zum Endgegner reichen, der bis zum entscheidenden Kampf selbstverständlich noch nie unterlegen war.
Am Rande erfährt man noch einige Hintergründe über die hübsche Frankie (Laura Vandervoort trägt erstaunlich süße Gesichtsausdrücke mit sich rum) und dem Verhältnis zu Manager Reno, versucht es mit einem Running Gag beim desinteressierten Bewährungshelfer und strandet letztlich mit kleineren Twists, denn dafür ist der Kosmos der Handlung doch zu begrenzt, um etwaige Zufälle plausibel erscheinen zu lassen.
Die Action wurde demgegenüber recht ordentlich und manchmal auch blutig in Szene gesetzt, allerdings dominieren fast ausschließlich Boxen und Ringen in den Arenen, da die Teilnehmer eher gewichtig, aber nicht sonderlich beweglich erscheinen.
Die Auswahl verschiedener Austragungsorte und größtenteils markanter Kontrahenten liefert zwar ein wenig Abwechslung, doch im Endeffekt hätte ein wenig mehr Action vorherrschen dürfen.
So kommen besonders im Mittelteil einige Längen durch Dialoglast auf, zumal Austin nicht viel mehr bringt, als ein zaghaft verschmitztes Lächeln und auch die übrigen Mimen zählen nicht gerade zu den großen Künstlern auf der Leinwand.
Folglich laufen einige als betont emotional aufgezogene Szenen eher ins Leere oder driften ins Kitschige ab, besonders gegen Ende wird es relativ schmalzig, da jeder dem stillen Samariter John seine Geschichte erzählen will, während man etwas zu lange auf den Final Fight wartet.
Es geht also ums große Geld, gleichzeitig um Schulden, um Vergebung und Nächstenliebe und nebenher wird auch noch ganz ordentlich zugeschlagen.
Die Grundkonstellation hält zwar keinerlei Überraschungen parat, bietet ausgleichend aber genügend sympathische Ansätze, um nicht frühzeitig das Interesse am Geschehen zu verlieren.
Nichts Spektakuläres für Kampfsportfreunde, sondern eher ein netter Weichspüler bekannter Machart, mit einer Menge drumherum und Mitfiebern auf Sparflamme.
5,5 von 10