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Der Kurzfilm "Der Vogelschreck" erzählt in ca. drei Minuten eine kleine Geschichte um Gruppendynamik und Konsequenzen. Die Protagonisten sind allesamt Vögel, die aber auch für Menschen stehen könnten.

Zwischen zwei Telefonmasten treffen immer mehr spatzenähnliche Vögel ein. Sie piepsen wild umher und piesacken sich gegenseitig. Ein größerer Vogel gesellt sich auf einem Mast hinzu, wird von der Gruppe jedoch ignoriert und veralbert. Unbeeindruckt setzt er sich mittig auf die Leitung zwischen die kleineren Vögel, was für für beide Interessengemeinschaften Folgen hat.

Der kurze, animierte Film will belehren, dass nachäffen und gewaltsame, gesellschaftliche Ausschließung unbedachte Folgen haben kann. Mangels eines Sympathieträgers gelingt dies jedoch nur bedingt. Tatsächlich eignen sich weder die Gruppe aus Vögeln noch der Einzelgänger dazu, sich in der kurzen Laufzeit mit einer Figur zu identifizieren.

Da es inhaltlich nichts weiter gibt und der spärliche Humor eher zum schmunzeln als zum lachen anregt, ist die Technik die einzig weitere spannende Komponente. Die Animation ist gelungen, denn mit wenigen Gesten und Augenbewegungen wurden den Vögeln direkt Charaktereigenschaften zugeordnet. Besonders die Federn spielen eine wesentliche Rolle und wirken überaus flauschig. Dagegen sind die Hintergründe etwas leblos geraten.

"Der Vogelschreck" ist eher ein Lehr- als ein Unterhaltungsstück. Die Animation ist gelungen die Moral aber nur bedingt. Und an die Figuren muss man sich definitiv mehr gewöhnen, als in anderen Kurzfilmen von Pixar. Das Animationsstudio kann in Sachen Witz und charmanter Charaktere definitiv mehr.

4 / 10

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