Ich habe so das Gefühl, dass uns eine neue Tier-Horror Welle bevorsteht. Piranha 3D kam bei den meisten Film-Fans ja sehr gut an, deswegen dachten sich wohl viele Filme-Macher, dass sie mit ihrem eigenen Tierhorrorfilm nach legen können. Wenn man so durch die Videothek schlendert, findet man neben den schrecklichen Anaconda-Movies, auch bei den Neuheiten immer mehr neue Tierhorrorfilme wie z.B. den Haithriller "The Reef" oder eben dieses Werk von Carlos Brooks mit dem Namen "Burning Bright". Doch was für ein Tier lauert hier auf unsere Protagonisten? Nachdem ich schon Tierhorrorfilme mit Haien, Fledermäusen, Fröschen, Krokodilen, Riesen-Echsen und sogar mit Schnecken (Slugs) gesehen habe, steht hier zur Abwechslung mal ein Tiger im Mittelpunkt. Eine Frau und ihr kleiner autistischer (und super nerviger) Bruder werden durch gewisse Umstände in ein Haus eingesperrt aus dem es kein Entkommen gibt. Damit aber nicht genug, draußen herrscht zudem noch ein kräftiger Hurrikan. Ach und ganz nebenbei läuft im Haus irgendwo ein Tiger herum, der seit 2 Wochen nichts gegessen hat und Jagd auf unsere beiden Hauptpersonen macht. Das Alles klingt wirklich sehr interessant. Leider ist die "Idee" einer der wenigen positiven Aspekte in dem Film. Die Ausführung ist teilweise katastrophal und die Logik (auf die ich normalerweise kaum Wert lege) fehlt hier hin und wieder komplett. Schade, denn die Thematik ist wirklich interessant und der Tiger sieht wirklich prächtig aus, was man vielleicht auch noch positiv erwähnen kann : Es wurde immer mit einem echten Tiger gedreht und nie ein billig animierter Tiger verwendet. Trotzdem wirkt der Film teilweise extrem billig, zumindest von den Effekten her. Das wird besonders bei der Szene deutlich, wo unsere Hauptprotagonistin und der Tiger gleichzeitig im Bild sind. Der Tiger wurde einfach ganz schlampig ins Bild rein geschnitten, nur ein Blinder im Dunkeln mit verbundenen Augen würde das nicht erkennen. Aber das Schlimmste an dem ganzen Film ist definitiv dieser kleine Autist. So makaber es klingen mag, aber ich habe mir wirklich noch nie so sehr gewünscht, dass ein Kind in einem Film stirbt wie hier. Ok, der Kleine spielt seine Rolle nicht schlecht (natürlich kein Vergleich zu Dakota Fanning oder dem Kleinen aus "Das Mercury Puzzle") dafür, dass er noch so jung ist, aber man hätte ihn nicht unbedingt als Autisten auftretet lassen sollen, zumal diese ganze Geschichte über den kleinen Bruder völlig Fehl am Platz wirkt. Ebenfalls ein großes Problem von diesem Film ist die Langeweile, die fast permanent herrscht. Es gibt kaum erwähnenswerte Spannungsmomente und die meiste Zeit sehen wir nur unsere Hauptdarstellerin, wie sie gegen irgendwelche Bretter schlägt und tritt oder mit der Pistole meilenweit am Tiger vorbeischießt. Am Ende gibt es dann noch einen kleinen Twist, der mich aber nach der ganzen gähnenden Langeweile völlig kalt gelassen hat. Da half nicht einmal mehr der Gastauftritt von Meat Loaf etwas. Ich kann diesen Film eigentlich Niemanden empfehlen, außer man ist geradezu besessen von Tierhorrorfilmen. Alle Anderen sollten sich lieber einen anderen Tierhorror-Streifen raus suchen, die Meisten sind um ein Vielfaches besser (und das will schon was heißen, da es ja eher mehr schlechte als gute Tierhorrorfilme gibt). Achja und da es derzeit, wie bereits erwähnt, eine Tierhorror-Welle gibt, steht natürlich schon der nächste Tierhorror-Streifen in den Startlöchern. Diesmal darf ein böser böser Bär, im Film "Bear", sein Unwesen treiben. Kritik dazu folgt irgendwann!
Fazit : Mit einer ganzen Teenie-Clique, einem größeren Haus, mehr Tigern und ohne dem super-nervigen Jungen hätte hieraus durchaus ein unterhaltsamer Film werden können. So aber kann man hier nur noch, ganz nach dem Motto der TV-Spielfilm, den Daumen nach unten zeigen : Dicker Flop!
3/10