Review

Spannender Rape&Revenge-Streifen, der durch eine solide aber keinerlei Effekte bietende Inszenierung und überzeugende Darsteller, allen vorran Farrah Fawcett als kaltblütiger Racheengel, punkten kann. James Russo gibt einen glaubhaften Bösewicht und wirkt vielleicht gerade durch sein freundliches Äußeres erst richtig fies.
"Extremities" spielt - von der Einleitung abgesehen - nur an einem einzigen Schauplatz, nämlich dem trauten Heim mit Schwerpunkt Wohnzimmer. Ein durchaus nettes Stilmittel zur Erzeugung von klaustrophobischer "Spannungskonzentration", allerdings natürlich auch etwas eintönig wenn man so will. Action bietet "Extremities" eher wenig. Das in der Luft liegende Unheil besorgt statt dessen die Unterhaltung des Zuschauers. Psychoterror statt blutiger Effekte: So könnte man es kurz und bündig zusammenfassen.

Aber gerade weil der Film so wenig Action zu bieten hat, kann man ihm keinen großen Wiederseh-Wert zugestehen. Kennt man einmal den Ausgang der Geschichte ist die Spannung freilich dahin...
Insgesamt ein sehenswerter Psychothriller mit teils fragwürdiger Moral, gut gespielt und von Robert M. Young zweckmäßig in Szene gesetzt.

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