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Das Konzept von "Scary Movie" ist eigentlich ein ziemlich gewitztes: Man bringt einen Tabuwitz nach dem Anderen und lockt so schon mal alle möglichen pubertierenden Leute ins Kino, die das Ganze natürlich cool und abgefahren finden. Das alles macht man unter dem Deckmantel der Horrorparodie, sodass einerseits die Fans von "Spaceballs" und "Die nackte Kanone" durchaus Interesse zeigen und man andererseits ein eigenes Image hat und nicht mit vergleichbaren Teeniefilmen verwechselt wird. Ob man das Ganze wirklich so geplant hat, weiss ich natürlich nicht...aber es ist nicht allzu weit hergeholt...

Unschwer zu erkennen, sind die beiden Hauptopfer die Filme "Scream" (Eigentlich selbst eine Horrorsatire) und "Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast". Hier und da gibt es auf die beiden Filme auch parodistische Anspielungen, jedoch gehen diese, inmitten eines solchen Infernos an stumpfen Gags, regelrecht unter und schaffen es nicht, das Ruder herumzureißen. Die Handlung ist eine typisch banale Slashergeschichte: Ein Mädchen wird von einem maskierten Killer ermordet und ihre gesamte Clique, bestehend aus Vollidioten,  ist nun in Aufruhr. Selbstverständlich stirbt nun einer nach dem Anderen.

Gut, auch (oder gerade wegen), der einfach Handlung hätte man auch noch eine gute Parodie drehen können. Aber man entschied sich dagegen und bediente sich an einfallslosem Pubertätshumor. Der Lösung, bei der man möglichst wenig Talent beim Schreiben benötigt, aber man trotzdem eine große Zielgruppe anspricht. Im Klartext heißt das, dass 90% der Witze sich in irgendeiner Weise um Sex drehen. Ist ja schließlich was Verbotenes, also finden´s die Teenies zum totlachen, obwohl sie selbst nicht wissen warum. Die restlichen 8% bestehen dann aus Späßen zu Themen wie Kiffen, Behinderte und Schwule. Die 2% die noch übrig bleiben, sind dann parodistischer Stoff, der zwar zum Teil gar nicht mal allzu daneben ist, aufgrund der gut gemachten Nähe zum Original, aber, wie gesagt lieber in Grenzen gehalten wird.

Der gesamte Film ist ein einziges Ärgernis. Die Fans von Parodien der 80er Jahre werden das sicher nachvollziehen können. Auch wenn diese Filme auch keinen allzu anspruchsvollen Humor besaßen, amüsiert hat man sich trotzdem. Man konnte auch noch sicher sein, dass jeder ein bischen was davon hatte, da man sich beim schreiben noch Mühe gegeben hat und ein wenig vielseitigere Gags präsentierte. Leider wurde nach diesem Verbrechen eine Zeit von "Parodien" angeläutet, die alle die selbe stumpfe Schiene fahren (mit "Meine Frau, die Spartaner und ich" und "Fantastic Movie" brauche ich überhaupt nicht anfangen). So gut wie jede Verwendung, wäre für das Zelluloid sinnvoller gewesen.

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