Den Brauch, sich zu Weihnachten eine Tanne in die Wohnung zu stellen, gibt es schon lange. Und so werden jedes Jahr Bäume gefällt und zum Verkauf vor den Feiertagen feilgeboten. Doch hat sich eigentlich mal jemand gefragt, wie sich diese Bäume dabei fühlen?
Einer möglichen Antwort darauf geht der von Jason Eisener inszenierte Kurzfilm auf den Grund. In diesem sind Menschen erst einmal durch die Bank irre, naturverachtend oder eben bekloppt. Tannenbäume werden misshandelt, verkauft, verschleppt und natürlich mit allerlei Werkzeug abgeholzt. Und die armen Gewächse fragen sich zu Recht, was das denn alles soll. Bis sie eben zum Gegenschlag ausholen und sich an diesen fiesen Menschlein rächen.
Und dies tun sie doch auf recht ruppige Art und Weise, blutig und mit manch kleiner Splattereinlage. Da schwebt ein bisschen der Geist von Peter Jacksons Frühwerken durch den Raum, wenn auch nicht ganz so derbe. Aber Spaß macht die Chose durchaus, wenn sie sich auch etwas Zeit lässt, bis es so richtig losgeht.
Ernst ist das hier auch nicht geraten und neben der schon wenig seriösen Grundidee lauert hier und da noch eine witzige Szene. So unterhält der Kurzfilm mit seinen sechzehn Minuten durchaus, wenn man ein Faible für solch beknackte Szenarien hat und sich an der semi-professionellen Optik nicht stört.