Review

Wow, visuell wirklich ein Erlebnis. Jonathan Glazer ist tatsächlich ein Poet des Films, wie manche Darsteller in den Kommentaren auf der DVD anmerken. Wunderbar komponierte Szenen und Bildarrangements. Aber leider ist es nicht ganz einfach 90 Minuten damit zu füllen, wenn die Story recht dünn ist. Denn eigentlich gibt der Plot kaum etwas her. Eine sehr schmalbrüstige Story über einen Ex-Gangster (Ray Winstone), der von einem absoluten Megaekel (Ben Kingsley) zu einem Auftrag überredet wird. Und das war es eigentlich schon.
Trotzdem kann der Film faszinieren, wie bereits erwähnt durch die fantastischen Bilder, die fulminanten Darsteller (vor allem Kingsley, Winstone und Ian McShane als Gangsterboss Teddy) und die non-lineare Erzählweise. Einige Szenen und Einstellungen sind bewusst surreal gehalten und erinnern teilweise an einen David Lynch (Mulholland Drive, Lost Highway) oder einen Ken Russell (Gothic, Der Biss der Schlangenfrau).
Wer mal einen anderen Gangsterfilm sehen will als eines der zahllosen Tarantino-Plagiate, der ist hier richtig. Wirklich ein Gedicht, leider etwas schwach was die Storyline angeht.
8/10

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