Ex-Bankräuber Gal (Ray Winstone) hat sich in Spanien zur Ruhe gesetzt. Da taucht starrköpfige, ruppige Don (Ben Kingsley) auf, um ihn für einen letzten Coup zu überreden. Ein „nein“ will er dabei nicht akzeptieren…
Anhand dieses kurzen Abrisses der Story von „Sexy Beast“ erkennt man, dass selbige nicht sehr umfangreich ist. Die ersten zwei Drittel des Films bestehen aus dem Verbringen der Pension in Spanien und den rüden „Überredungskünsten“ des Gangsters Don. Dass diese Minimalhandlung niemals langweilig wird, ist vor allem den schrägen Ideen des Drehbuchs und den pointierten Dialogen in unverblümter Sprache zu verdanken, welche ein ums andere Mal schlicht zum Schießen sind. Ben Kingsley liefert fast 20 Jahre nach seiner Titelrolle in „Gandhi“ in seiner Rolle als bissiger Pitbull von Gangster wieder eine Glanzvorstellung ab und wurde zu Recht für diese Rolle für den Oscar nominiert. Auch Ray Winstone als abgehalfterter Pensionär mit Bauchansatz spielt seine Rolle recht gut. Leider verliert der Film im letzten Drittel dann seine Linie und die Handlung um den recht banalen Bankraub kommt mit gekünstelt wirkenden Rückblenden um Dons ominöses Ableben allzu überraschungsarm voran. Die köstlichen Dialoge, welche bis dahin dominierten, beschränken sich auf ein Minimum und der Film mündet in einem enttäuschenden Finale. Der Schlussgag ist aber dann wiederum ganz nett.
Stellt sich nur eine Frage: Wer ist das „sexy beast“?
Fazit: Nach etwa einer Stunde Laufzeit verliert „Sexy Beast“ seine Linie. Köstlich schräge Dialogen und skurrile Typen werden dann in einer simplen Bankraub-Story verheizt. Dennoch bleibt „Sexy Beast“ eine unterhaltsame und pointierte Räuberpistole.